Gänsbacher, Johann

Basisdaten

  1. Gänsbacher, Johann Baptist Peter Joseph
  2. Trias; Triole Pseudonyme
  3. 8. Mai 1778 in Sterzing (Südtirol)
  4. 13. Juli 1844 in Wien
  5. Kapellmeister, Komponist, Pädagoge, Offizier
  6. Darmstadt, Prag, Innsbruck, Wien

Ikonographie

Johann Gänsbacher (Quelle: Wikimedia)
G�nsbacher, Johann,  (Quelle: Digitaler Portraitindex)
G�nsbacher, Johann,  (Quelle: Digitaler Portraitindex)
G�nsbacher, Johann,  (Quelle: Digitaler Portraitindex)

Biographische Informationen aus der WeGA

1803/1804

gemeinsamer Unterricht mit Carl Maria von Weber bei Abbé Vogler in Wien 1803/1804.

Komposition und Aufführung der zweiten Messe

Im Frühjahr 1804 schrieb Gänsbacher nach eigenen Angaben seine zweite Messe (die erste ging verloren, vgl. Denkwürdigkeiten, S. 20), 1807 eine weitere (mit Kyrie in a-Moll) für den Fürsten Nikolaus Esterházy von Galántha (ebd., S. 21 bzw. 23), ferner im Sommer 1808 eine Messe in B, die in der Folge in Deutschland viel Aufsehen machte (ebd., S. 24) und am 3. Juni 1810 auch in Mannheim erklungen war (ebd., S. 36, vgl. Carl Maria von Webers Besprechung, Schr. 1810-s03).

Rückkehr nach Darmstadt

Gänsbacher traf am 14. April 1810, von Frankfurt kommend, in Darmstadt ein, wo er seine Studien bei Abbé Vogler fortzusetzen gedachte (vgl. Denkwürdigkeiten, S. 30–31). In Frankfurt hatte er seinen mitreisenden Freund Joseph Mörz (1776–1830) zurückgelassen, den er gelegentlich dort besuchte und für den er in dieser Zeit auch seine Serenade für Violine, Viola, Flöte und Guitarre schrieb.

Reisen ab Juli 1810

Am 19. Juli 1810 verließ Gänsbacher Darmstadt und reiste über Frankfurt, Aschaffenburg, Würzburg und Bayreuth nach Franzensbrunn, wo sich seine Gönner, Graf und Gräfin Firmian, aufhielten. Im August bereiste er mit dem Grafen dessen böhmische Besitzungen; im Winter 1810/1811 hielt er sich teils in Prag, teils in Wien auf.

Harmonischer Verein

Ab Ende 1810 war Gänsbacher Mitglied des „Harmonischen Vereins“ und verfasste einige Besprechungen.

Reise nach Salzburg

Im Sommer 1812 reiste Gänsbacher mit dem Ehepaar Firmian nach Salzburg.

Militärdienst

während der Freiheitskämpfe in Tirol eilte G. zu den Waffen und nahm an den Kämpfen im Pustertal teil und ging nach Beendigung des Krieges als Oberleutnant in den aktiven Militärdienst (März 1814) und trat in das neuerrichtete Tiroler Kaiserjäger-Regiment in Innsbruck über; 1815 reiste er im Sommer zur Anwerbung von Musikern für die Regimentskapelle nach Böhmen, wo er Weber wiederbegegnete; mit der Ernennung zum Domkapellmeister in Wien 1823/24 nahm er seinen Abschied vom Militär.

Entlastung für Weber in Dresden

Dresden: nach Polledros Entlassungsgesuch erwähnt Könneritz die Überlastung Webers und bezweifelt, daß in Deutschland ein passender Ersatz zu finden sei. Weber schlägt den ihm befreundeten Gänsbacher vor. [D-Dla, Loc. 15147 Vol. XXII, 13ff.]

Einstellung Gänsbachers in Dresden am 29. November 1823

Der Dresdner Hof genehmigt die Anstellung Gänsbachers mit 100 rh zur Probe auf 3 Monate, danach, wenn er den Erwartungen entspricht, mit 700 rh lebenslänglich als Musikmeister. [D-Dla, Loc. 15147, Vol. XXII, 134ff.]

Bewerbung auf Domkapellmeisteramt

die Dresdner Anstellung trat G. jedoch nicht an, weil er sich inzwischen als Domkapellmeister an St. Stephan in Wien beworben hatte.

Heirat

G. heiratete am 3. November 1824 in Innsbruck Juliane (Julie) Schandl (1792–1868).

Domkapellmeister an St. Stephan in Wien

Am 11. November 1824 trat G. seinen Dienst als Domkapellmeister an, der auch die Verpflichtung zur jährlichen Komposition von Kirchenmusiken und den Unterricht der Singknaben des Domes umfasste.

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