Nostitz und Jänkendorf, Gottlob Adolph Ernst von

Basisdaten

  1. Nordstern, Arthur vom Pseudonyme
  2. 21. April 1765 in Gut See bei Niesky (Oberlausitz)
  3. 15. Oktober 1836 in Gut Oppach (Oberlausitz)
  4. Finanzrat, Konferenzminister, Schriftsteller, Dichter
  5. Dresden

Ikonographie

Nostitz und J�nckendorff, Gottlob Adolf Ernst von,  (Quelle: Digitaler Portraitindex)
Nostitz und J�nckendorff, Gottlob Adolf Ernst von,  (Quelle: Digitaler Portraitindex)

Biographische Informationen aus der WeGA

Gottlob Adolph Ernst von Nostitz war seit 1786 kursächsischer Finanzrat, seit 1806 Oberkonistorialrat in Dresden, 1811 gründete er die Heil- und Pflegeanstalt Sonnenstein, übersetzte Werke von Byron. Seine Mutter war eine geb. Kiesewetter, später verheiratet mit dem Obersten von Kaiserlingk. Nostitz studierte schon vor dem 16. Lebensjahr an der Univ. Leipzig. 1785 trat er in den Staatsdienst als Finanzrat ein. 1789 verließ er den Staatsdienst wegen Verwaltung der väterlichen Güter in Oppach. 1792 wurde er Vorsitzender/Landesältester des Bautzener Kreises. 1793 wurde er Ritter des Johanniter Ordens und designierter Kommendator zu Lagow. 1795–1818 war er Präsident der Ol. Gesellschaft der Wissenschaften, wo er seit 1790 bereits Mitglied war. 1795 wurde er Domherr zu Merseburg. 1801 wurde er Mitglied der Märkischen ökonomischen Gesellschaft in Potsdam. 1804–1807 war er Oberamtshauptmann des Markgrafthum Oberlausitz. 1806 wurde er nach Dresden berufen. 1807 wurde er Oberkonsistorialpräsident, revidierte zusammen mit dem Oberhofpediger Reinhardt und dem Apellationsrath Kind die Verfassung der Universität Leipzig. Seit 1809 war er königl. sächs. Konferenzminister im geheimen Staatsrat des Königs. Er wirkte bei den Ausgleichungen der Kriegsentschädigungen und 1821 bei der Einführung des neuen Militärstrafgesetzbuches mit. Schon bald erhielt er nach seinem Eintritt ins Ministerium das obere Direktorium der Armenversorgungsbehörde (zusammengesetzt aus mehreren Kollegien), war höchste Behörde für alle Zucht-, Waisen- und Armenanstalten. Unter seiner Leitung erhielt die Heilanstalt für Geisteskranke auf der ehemaligen Feste Sonnenstein bei Pirna einen wohlverdienten Ruf. Von ihm stammte die Einrichtung, die unheilbaren Geisteskranken von den heilbaren zu trennen. Er war Gründer der Waisenanstalt zu Braunsdorf bei Freiberg (1824), stiftete ein Armenhaus auf seinem Familiengute Oppach. Er zeichnete bei Begründung der neuen Verfassung Sachsens die Verfassungsurkunde gegen. 1814 wurde er Senior des Hochstifts Merseburg. Seit 1815 war er Direktor der Landeskommission. Seit 1817 war er Comthur des königl. Sächs. Civil-Verdienstordens. Seit 1817/1818 war wirkl. geh. Rat. 1822 machte er eine Reise durch Süddeutschland, Schweiz, Oberitalien, Kärnten und Ungarn. 1831 schied er aus seiner Amtstätigkeit aus. Er erhielt am 21. April 1835 das Ehrendiplom eines Doktors der Philosophie von der Univ. Leipzig; er war Mitglied des Dresdner Liederkreises.

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