Unzelmann, Karl Wolfgang

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Basisdaten

  1. 6. Dezember 1786 in Mainz
  2. 21. März 1843 in Berlin
  3. Schauspieler, Komiker, Sänger (Bariton)
  4. Weimar, Dresden, Wien, Berlin, Darmstadt, Mannheim, Strelitz, Meiningen

Ikonographie

Biographische Informationen aus der WeGA

  • Sohn des Komikers Karl Wilhelm Ferdinand Unzelmann und Friederike, geb. Flittner
  • Ersten Unterricht erhielt er am französischen Gymnasium in Berlin und Privatunterricht
  • Er versuchte sich früh mit Schulkameraden zusammen (Ludwig Devrient, Karl Laroche und Louis Angely) auf der Bühne, wo er einmal von seinem Vater überrascht wurde
  • Mit 15 Jahren (Oktober 1802) kam er zu Goethe
  • Im November 1802 spielte er als Görge in Die beiden Billets von Anton Wall
  • Goethe kam seinetwillen auf den Gedanken, eine förmliche Theaterschule einzurichten, welche bereits im Oktober 1803 auf 12 Teilnehmer anwuchs
  • Er gastierte 1808 mit der Weimarer Truppe in Leipzig; Kritik kam von Gegnern der Weimarer Schule
  • Im November 1808 erfolgte die Heirat mit Friederike Petersilie, die Ehe wurde bereits nach zwei Jahren geschieden
  • 30. September 1813 heiratete er Christiane Genast. Trennung 1823
  • Die 3. Heirat erfolgte wahrscheinlich mit Minna Müller
  • Ostern 1821 wurde er „von Weimar geschieden“ (ADB). Ein Engagement in Berlin (von Brühl) mit seiner Frau kam nicht zustande, da seiner Frau der Vertrag nicht zusagte. Das Ehepaar verließ Berlin ohne gekündigten Vertrag
  • Er kam 1821 zusammen mit seiner Frau an die Dresdener Hofbühne
  • Von 1823–1824 wurde er am Burgtheater(?) in Wien engagiert, mußte wegen Gläubigern um Entlassung bitten
  • Er ging auf ein Vertragsversprechen aus Berlin zur Königsstädter Bühne, ohne aus seinem Wiener Vertrag entlassen zu sein
  • Graf Brühl, den Unzelmann einige Jahre zuvor durch einen nicht zustandegekommenen Vertrag beleidigt hatte stellte ihn an, seine Frau fand eine Anstellung in Bamberg
  • Er ging mit seiner Frau nach Darmstadt, mußte aber nach Berlin zurückkehren
  • 1826 war er als Schauspielregisseur am Hof- und Nationaltheater Mannheim engagiert
  • 1827 „Schulden halber durchgegangen“ (ADB)
  • Er schien seitdem kein festes Engagement an einer größeren Bühne gehabt zu haben
  • Es folgten Engagements in Mainz, Frankfurt am Main, Strelitz, Prag, Hamburg, Amsterdam, letztes Engagement offenbar in Meiningen
  • Er war viel zu Gastspielen unterwegs, zog mit wandernden Gesellschaften umher, u.a. Osterwoche 1834 bei Immermann in Düsseldorf. Er versetzte nach März 1833 das Manuskript der ursprünglichen Bühnenbearbeitung von Goethes Götz von Berlichingen an den Wirt des Café Maximilian in München
  • Im Sommer 1842 spielte er noch an der kleinen Bühne zu Steglitz bei Berlin. Er wurde am 21. März 1843 ertrunken im Tiergarten Berlin gefunden; (laut Eisenberg Schlagfluß bzw. gewaltsamer Tod)

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