Unzelmann, Carl

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Basisdaten

  1. Unzelmann, Karl Franz Ferdinand
  2. Unzelmann, Carl Wolfgang Weitere Namen
  3. 17. November 1786 in Mainz
  4. 21. März 1843 in Berlin
  5. Schauspieler, Sänger (Bariton)
  6. Weimar, Dresden, Wien, Berlin, Mannheim, Mainz, Coburg, Rudolstadt, Dessau, Meiningen, Nordhausen, Hildburghausen, Arnstadt, Liebenstein, Würzburg, Baden-Baden, Hamburg, Magdeburg, Basel, Steglitz bei Berlin

Ikonographie

Biographische Informationen aus der WeGA

  • Sohn des Schauspielers Carl Wilhelm Ferdinand Unzelmann und dessen Frau Friederike, geb. Flittner
  • laut Kirchbuchkartei des Stadtarchivs Mainz am 5.12.1786 in St. Emmeran in Mainz getauft auf die Namen Karl Franz Ferdinand; sonst die Taufnamen Carl Wolfgang belegt; Patentante war Catharina Elisabeth Goethe
  • besuchte das französische Gymnasium in Berlin und erhielt Privatunterricht
  • frühe Bühnenversuche gemeinsam mit seinen Schulkameraden (Ludwig Devrient, Karl Laroche und Louis Angely)
  • ab November 1802 bis Ostern 1821 am Hoftheater Weimar (mit Abstechern u. a. nach Lauchstädt sowie 1807 nach Leipzig); Fach: erste Bonvivants, jugendliche Charakterrollen, naive Bauernburschen, auch Tenor- und Basspartien in der Oper; von dort aus Gastauftritte u. a. in Würzburg (Juli 1817), Berlin (Juni bis August 1820)
  • 22. November 1808 Heirat mit Friederike Petersilie, Scheidung 1809 nach der Geburt der Tochter Karoline (17. Juni 1809)
  • 30. September 1813 Heirat mit Christiane Genast, gemeinsamer Sohn: Wolfgang Unzelmann (geb. 1814, Patenkind von Goethe, Bühnendebüt in Weimar im Oktober 1819); Trennung ca. 1831
  • nach Gastrollen (Februar 1821) von Mai 1821 bis November 1823 am Hoftheater Dresden; von dort aus Gastauftritte in Leipzig (Dezember 1821 und Januar 1822), Berlin (April 1822), Wien (April/Mai 1823); das Ehepaar häufte eine hohe Schuldensumme an
  • November 1823 bis April 1824 am Burgtheater in Wien; Entlassung nach Privatkonkurs (die in Weimar, Dresden und Berlin angehäuften Schulden beliefen sich auf 16.000 Gulden)
  • Juli 1824 bis Ende 1825 an den Königlichen Schauspielen in Berlin
  • April 1826 Gastauftritte in Darmstadt
  • nach Gastauftritten (Mai 1826) von Juni 1826 bis August 1827 am Nationaltheater Mannheim (dort auch Regisseur); kontraktbrüchiger Abgang aufgrund von Schulden
  • 1827/28 am Theater Mainz, Fach: 1. Held und Liebhaber
  • 12. Februar 1828 Auftritt in Coburg (vom Theater Mainz kommend), danach kurzzeitig bei der Coburg-Gothaischen Gesellschaft engagiert, mit dieser im Herbst 1828 in Rudolstadt
  • Gastauftritte u. a. in Rostock (November/Dezember 1828), Lübeck (November 1828), Doberan (August 1829)
  • 1830 bis April 1832 bei der Gesellschaft seines Stiefvaters Heinrich Bethmann, mit dieser u. a. in Rudolstadt (August bis Oktober 1830 als Regisseur, August bis Oktober 1831 gemeinsam mit seinem Sohn), Dessau (Februar bis April 1831), Bernburg, Köthen, Meiningen (Dezember 1831 bis März 1832, mit Sohn) und Nordhausen (März/April 1832; dort Bankrott Bethmanns)
  • Gastauftritte in Hildburghausen unter Direktor Louis Petri (April/Mai 1832, mit Sohn), mit dessen Gesellschaft danach auch in Arnstadt und Liebenstein (Juli/August)
  • September bis mindestens November 1832 (evtl. noch bis 1833) am Theater Würzburg engagiert (mit Sohn)
  • März 1833 in München, versetzte dort das Manuskript der ursprünglichen Bühnenbearbeitung von Goethes Götz von Berlichingen an den Wirt des Café Maximilian
  • 1833 bei Franz Andreas Eisenhut in Baden-Baden
  • Gastauftritte in Frankfurt/Main (Januar/Februar 1834), Düsseldorf (Ostern 1834)
  • 1835 am Steinstraßentheater in Hamburg
  • unter Bethmann 1836 in Magdeburg (sang u. a. am 27. März den Leporello), im Sommer 1836 in Lauchstädt, von Oktober 1836 bis März 1837 und von Dezember 1837 bis Frühjahr 1839 in Dessau (mit Sohn)
  • 1839 als Regisseur bei der Theatertruppe seines Schwiegersohns Karl Gottlieb Hehl in Basel (dort auch gesch. Frau Friederike und Tochter Karoline); noch vor Weihnachten 1839 „durchgegangen“
  • 1842 Regisseur und Schauspieler bei einer kleinen reisenden Gesellschaft mit Konzession für die Provinz Brandenburg, spielte u. a. in Steglitz (Juli bis September) bei Berlin
  • Verelendung aufgrund zunehmender Alkoholprobleme
  • am 21. März 1843 wurde seine Leiche in einem Gewässer des Tiergartens gefunden

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