Carl Maria von Weber an Nikolaus Simrock in Bonn
Solothurn, 13. September 1811

A / Monsieur

Monsieur Simmrok.

Editeur et Professeur de

Musique

a

Bonn.

Bester Freund!

d: 27t Juny. habe ich das lezte mal an Sie geschrieben* und seitdem nichts von Ihnen gehört. ich bin seit sechs Wochen von München abgereißt und habe mich in der Schweiz herumgetumelt, aber sehr schlechte Geschäfte gemacht, weshalb ich meinen ersten Vorsaz bis Genf zu gehen aufgebe, und nur noch Basel besuche, so daß ich denke Ende dieses Monats, oder Anfangs 8ber wieder in München einzutreffen, wo ich dann ein paar Wochen bleiben und Concert geben* werde. Ich bin sehr begierig zu wißen ob denn noch nichts von meinen Sachen fertig* ist. was davon vollendet bitte ich Sie recht sehr nach München an H: Falter zu schikken mit der Weisung es für mich aufzuheben bis ich komme.

Auch freue ich mich sehr darauf einmal wieder von Ihnen zu hören wie es Ihnen geht, und ob Sie noch zuweilen denken an Ihren alten Freund vWeber.

Apparat

Zusammenfassung

über die wenig erfolgreiche Schweizreise; erkundigt sich, ob von seinen Sachen noch nichts fertig sei;

Incipit

Bester Freund! d: 27t Juny habe ich das lezte mal an Sie geschrieben

Generalvermerk

Verantwortlichkeiten

Überlieferung

Textzeuge

Solothurn (CH), Zentralbibliothek, Musiksammlung (CH-SO)

Quellenbeschreibung

  • 1 Bl. (2 b.S. einschl. Adr.)
  • PSt: a) SOLEURE; b) SUISSE PAR BIENNE

Überlieferung

Weitere Textquellen
  • Hirschberg77, S. 18.
  • Geiser, Samuel: "Ein Brief Carl Maria von Webers an den Verleger Nicolaus Simrock in Bonn" in: Jb für Solothurnische Geschichte 36 (1963), S. 223–228; / Geiser, Samuel: Die Brille Schopenhauers und andere Kuriositäten aus dem Leben bedeutender Menschen. Zürich 1975, S. 21;

Textkonstitution

    Einzelstellenerläuterung

    • "d: 27 t … an Sie geschrieben": Brief an Nicolaus Simrock vom 27. Juni 1811
    • "Concert geben": Webers zweites Konzert in München fand am 11. November 1811 statt.
    • "von meinen Sachen fertig": Während Der erste Ton (JV 58) und das Quartett für Violine, Viola, Violoncello und Klavier B-Dur (JV 76) bereits erschienen waren, wartete Weber noch auf seine 6 Sonaten für Violine und Klavier (JV 99–104), das Grand Potpourri für Violoncello und Orchester (JV 64) und die Lieder op. 15.

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