Wilhelmi, Friedrich

Basisdaten

  1. Pannwitz, Friedrich Wilhelm von Wirklicher Name
  2. 21. April 1788 in Schlichow (Niederlausitz)
  3. 2. Mai 1852 in Wien
  4. Schauspieler (Komiker)
  5. Prag, Wien

Ikonographie

Friedrich Wilhelmi, Lithographie von Josef Kriehuber, 1840 (Quelle: Wikimedia)

Biographische Informationen aus der WeGA

  • enttammt der Adelsfamilie Pannwitz
  • 1800 bis 1807 im preußischen Militärdienst, zunächst in Berlin (dort intensive Berührung mit dem Theater), Teilnahme an den Feldzügen 1805/06 (Entlassung nach dem Tilsiter Frieden)
  • lebte anschließend auf dem väterlichen Gut bis zum Tod der Eltern
  • Oktober 1811 Bühnendebüt am Prager Ständetheater (Wurm in Kabale und Liebe, Fabricius im Hausfrieden), dort bis 1822 engagiert
  • wurde 1822 ans Wiener Burgtheater berufen, dort bis zu seinem Tod tätig
  • Fachangaben und Wertungen während seiner Tätigkeit am Prager Ständetheater (1811–1822):
  • Theater-Zeitung, Wien, Jg. 6, Nr. 41 (7. April 1813), S. 164: „hat als Intrigant oft recht interessante Momente, […] doch läßt er […] noch viel zu wünschen übrig“; Widerspruch ebd., Nr. 51 (29. April 1813), S. 204: „ist noch nicht lange bey dem Theater, und berechtigt zu den schönsten Erwartungen für die deutsche Bühne“
  • Allgemeiner Deutscher Theater-Anzeiger, hg. von Daniel Gottlieb Quandt, Prag, Jg. 4 (1814), Nr. 24, S. 95: „spielt intriguante und feine Bösewichter, launichte Alte“
  • Lembert/Carl, Taschenbuch für Schauspieler und Schauspielfreunde für das Jahr 1816, Stuttgart, München 1815, S. 206: „Intriguants und feine Bösewichter, launige Alte“
  • Lembert, Taschenbuch für Schauspieler und Schauspielfreunde auf das Jahr 1817, Stuttgart 1816, S. 471: „Intriguante, feine Bösewichter“
  • Tagebuch der deutschen Bühnen, Jg. 2, Nr. 12 (Dezember 1817), S. 338: „erste intriguante und chargirte komische Rollen auch hochkomische Alte“
  • Bäuerle, Taschenbuch für die deutsche Schaubühne auf das Jahr 1817, Wien 1816, S. 91: „Im Schauspiele junge und ältere Intrigants, komisch chargirte Rollen, steht in diesen Fächern auf einer erhabenen Kunststufe, und genießet verdienten allgemeinen Beyfall.“
  • gab laut Webers Aufzeichnungen in seinem Notizen-Buch von 1816 nur kleine Rollen im Musiktheater (u. a. Hauptmann im Wasserträger, Don Liones in Carlo Fioras, Reich in den Verwandlungen, Lattaignant in Fanchon, Siffredi in Alamon, Otto von Löwenstein in der Teufelsmühle, Quaglio im Korsar aus Liebe, Heinzenfeldt in Das neue Sonntagskind, Siegmund von Schreckenstein im Sternenmädchen im Maidlinger Walde)
  • Lembert, Taschenbuch für Schauspieler und Schauspielfreunde auf das Jahr 1821, Wien 1820, S. 296: „Erste Intrigants. Launige, komische Väter. Spielt jede Rolle mit Einsicht u. viele vortrefflich“
  • Lembert, Taschenbuch für Schauspieler und Schauspielfreunde auf das Jahr 1822, Wien 1821, S. 287: „komische und intrigante Charaktere“ (ebenso in: Lembert, Taschenbuch für Schauspieler und Schauspielfreunde auf das Jahr 1823, Wien 1822, S. 305)
  • Adolf von Schaden, Kritischer Bockssprung von Dresden nach Prag; ein neues Capriccio, als Gegenstück des Katersprunges, Schneeberg 1822 (Rückblick auf eine Prag-Reise Ende 1821), S. 223: „Komische und intrigante Charaktere: Rummelpuff, Kooke, Rudolph, Franz Moor &c. Durchaus brav und eines der vorzüglichsten Glieder der hiesigen Bühne, welches Allerwärts gefallen würde. Gediegene Sprache – herrliches Minenspiel.“
  • Klingemann, Allgemeiner deutscher Theater-Almanach für das Jahr 1822, Braunschweig 1822, S. 452: „komische und intriguante Karaktere“

Wikipedia

NDB

ADB

GND

XML

XML Download

Wenn Ihnen auf dieser Seite ein Fehler oder eine Ungenauigkeit aufgefallen ist,
so bitten wir um eine kurze Nachricht an bugs [@] weber-gesamtausgabe.de.