## Title: Friedrich August Schulze to August Apel. Dresden, Tuesday, March 24, 1812 ## Author: Schulze, Friedrich August ## Version: 4.11.0 ## Origin: https://weber-gesamtausgabe.de/A047812 ## License: http://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ Dresden, d. 24 März 12. Ihrem Nothrufe nach, mein liebster Apel, folgt hierbei noch ein Beitrag zum Gespensterbuche, den Sie schon mit den übrigen neulich erhalten hätten, wenn nicht ein Vers darin aus Göthe’s erstem Theile noch einer Revision bedurft hätte, da ich diesen Theil nicht bei der Hand habe. Der Anstoß ist noch nicht gehoben und ich ersuche Sie, wie ich schon am Rande der Erzählung selbst bemerkt habe um die Nachhülfe. Wenn ich nicht ganz irre so steht der Vers auf dem ersten Blatte des ersten Theils. Zugleich ersuche ich Sie um eine ähnliche Berichtigung. In Zweifel ob der Ausdruck „türkischer Hollunder“ für einen sehr bekann | ten wohlriechenden Strauch, oder /: d. h. für einen Strauch, dessen Blätter wohlriechen :/ nicht bloß provinziell seyn möchte, sezte ich „Syringenblüte“ bin aber jezt eben so zweifelhaft ob jener Strauch und die Syringe eins und dasselbe sind. Die Erzählung selbst hat Ihrer ganzen, großen Nachsicht nöthig. Im Grunde gehört sie schon eher zu den Wundergeschichten als zu den eigentlichen Gespensterhistorien. Indessen mag beim vierten Theile unseres Gespensterbuchs wohl so etwas auch zur Abwechselung mit unterlaufen. Mit Ihrem Vorschlage zur Fortsezung des nach einem erweiterten Plane haben Sie mir das Wort aus dem Munde genommen und es freut mich sehr, daß Sie mir mit etwas entgegen kommen, das ich Ihnen nächste Messe in aller Demuth zu proponiren gedachte. Mündlich mehr darüber. Was übrigens Fouqué anlangt, so scheint der mit seinem neuen Journale, den Erholungen pp schon zu sehr beschäftigt um an neue Sammlungen etwas Gutes, wie wir es doch wünschen, abtreten zu können. Das bemerkte Raisonnement über Kleist und E. ist auch mir gar ekelhaft vorgekommen. | Wenn Sie Göschen die Erzählung zuschicken, so lassen Sie ihn doch vorläufig von mir grüßen. Ich behalte mir vor ihm nächstens zu schreiben. Und Sie, mein Theurer, machen Sie ja, und erfreun Sie mich recht bald mit Ihrer Gespenstergeschichte. Von ganzem Herzen der Ihrige Schulz.