Schneider, Georg Laurenz

Schneider, Georg Laurenz

Bildquelle

Ein Herzogtum und viele Kronen. Coburg in Bayern und Europa. Aufsätze zur Landesausstellung 1997, Augsburg 1997

Basisdaten

  1. Schneider, Georg Lorenz Weitere Namen
  2. 13. Februar 1766 in Burgpreppach / Franken
  3. 6. April 1855 in Coburg
  4. Musikdirektor, Organist, Komponist
  5. Ingelfingen, Hildburghausen, Coburg

Ikonographie

Schneider, Georg Laurenz

Biographische Informationen aus der WeGA

  • Daten zur Familie
  • wohl Sohn von Johann Lorenz Schneider, der später Kantor in Lahm im Itzgrund (bei Coburg) war (vgl. u. a. Johann Kaspar Bundschuh, Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken …, Bd. 3, Ulm 1801, Sp. 254); eine Tochter von J. L. Schneider, Marie Elisabethe Schneider (wohl die Schwester von G. L. Schneider), starb unverheiratet am 26. Dezember 1833 in Coburg im Alter von 64 Jahren und 6 Wochen
  • Bruder: Heinrich Friedrich Schneider (musikalische Ausbildung um 1790 gemeinsam mit Zelter bei Carl Fasch in Berlin; Oktober 1827 Anwesenheit in Coburg bezeugt)
  • 1. Ehe: 7. Oktober 1788 in Hildburghausen Heirat mit der Kaufmannstochter Johanna (Sibilla) Margaretha, geb. Otto (geb. 14. August 1769, gest. 20. Juni 1824 in Coburg)
  • 7. Oktober 1790 Geburt des Sohnes Heinrich Friedrich (Pate war der gleichnamige Bruder von G. L. Schneider)
  • die ältere Tochter Elise Schneider war von September 1806 bis 1807 Gesangssolistin bei den Leipziger Gewandhauskonzerten (im Subskribentenverzeichnis der Gedichte von Heinrich Engelhardt mit vier Liedern von G. L. Schneider, Coburg 1809, ist sie als „Kammersängerin“ in Coburg genannt)
  • 2. Ehe: 17. Oktober 1824 in Coburg Heirat mit Elsbeth, geb. Bolt
  • 3. Ehe: 24. November 1825 in Coburg Heirat mit Caroline (Sophia Marianne), geb. Martius (get. 23. Februar 1800 in Erlangen, gest. 4. Juli 1864), der Tochter des Erlanger Kantors Jakob Friedrich Martius (1760–1842)
  • die jüngere Tochter (Albertine) Friederike (Sophie) Schneider (geb. 21. Dezember 1826, gest. 1900) trat bereits mit sechs Jahren (1833) als Pianistin in Jena auf; sie gab später Klavierunterricht in Coburg (vgl. ihre Anzeige im Regierungs- und Intelligenzblatt, Coburg, Nr. 21 vom 23. Mai 1840, Sp. 442)
  • Ausbildung
  • um 1774 Sängerknabe in Regensburg
  • um 1776 Gymnasiast in Nürnberg
  • beruflicher Werdegang
  • trat um 1780 als Musikdirektor in den Dienst der fürstlichen Familie von Hohenlohe-Ingelfingen
  • 1784 als Musikdirektor nach Hildburghausen berufen, dort auch Hoforganist; in Hildburghausen noch 1794 bezeugt, vgl. die Hildburghäusischen wöchentlichen Frag- und Anzeigen vom 28. Juni 1794, dort unter „Angekommene“: „Herr Cantor [Johann Lorenz] Schneider von Lahm, log[irt] beym Herrn Musikdirektor Schneider“
  • erteilte Musikunterricht (unter seinen Schülern u. a. Johann Andreas Gleichmann)
  • ab 1794 Musikdirektor in Coburg (Beförderung zum Kapellmeister Juni 1808, Pensionierung Mai 1837)
  • in Coburg zugleich Organist an der Moritzkirche (Stadtorganist ab 1801)
  • hatte die musikalische Leitung zahlreicher Musiktheateraufführungen von reisenden Theatergesellschaften bzw. Liebhabertruppen in Coburg, komponierte dafür die Opern Die Verlobung im Bade [oder Eifersucht quält und Zutrauen beglückt] (Singspiel in drei Akten nach August Lafontaines Sonderling, UA Coburg 15. Juli 1800; Titelform in AmZ, Jg. 2, Sp. 564: Die Hochzeit im Bade) und Algol oder Das versöhnte Schicksal (heroische komische Oper in zwei Akten, UA Coburg 8. Dezember 1800) auf Libretti von Carl August von Wangenheim
  • C. M. von Weber besuchte ihn am 16. November 1802 in Coburg und äußerte sich in seinen Briefen an Susan sehr positiv über den Musiker
  • legte im Juli 1809 einen „Neuen Music-Plan“ zum strukturellen Aufbau des Musiklebens in Coburg samt „Rechnungs und Kalkulations Tabellen“ zu seiner Umsetzung vor
  • Ende 1809 Eröffnung einer Musikalien-Leihanstalt (später weitergeführt von Kammermusikus Heinrich Friedrich Schneider bis Februar 1841)
  • Konzertveranstalter; veranstaltete am 18. September 1827 ein Musikfest in Coburg (ein ähnlich großes Konzert am 3. Juni 1829)
  • Gründer und Leiter eines Singvereins der Gymnasiasten in Coburg; vgl. AmZ, Jg. 37, Sp. 483
  • 1837 als Musiklehrer am Schullehrer-Seminar bezeugt
  • 1844 Verleihung des Verdienstkreuzes des Herzoglich Sachsen-Ernestinischen Hausordens anlässlich des 50-jährigen Dienstjubiläums

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