Kurze Meldung zu Webers Tod

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Großbritannien.

Karl Maria v. Weber litt schon lange an einer Brustkrankheit, die ihn gegen die Abwechslungen der Atmosphäre sehr empfindlich machte. Sein Aufenthalt in England war ihm daher lästig, und er wünschte sich, besonders in den letzten Tagen, sehnlich in sein Vaterland zurück. Die Schwäche seiner Gesundheit war allerdings von seinen Freunden nicht unbemerkt geblieben, aber Nichts ließ eine so nahe Auflösung besorgen. Noch am 4 Jun. Abends hatte ein Landsmann bei ihm gespeist, und ¦ ihn um 11 Uhr in einem, keineswegs beunruhigenden Zustande verlassen. Aber am 5 Jun. Morgens um 7 Uhr fand man ihn entseelt in seinem Bette. Weber hatte noch am 26 Mai in den Argyle-Rooms für eigne Rechnung ein Konzert gegeben*, wobei mehrere neue Stüke von seiner Komposition außerordentlichen Beifall fanden, (unter andern eine für Miß Stephens gesezte Romanze aus Laala-Rookh: From Chendara’s fount I come, worin er mit seltenem Glük über die Härten der englischen Sprache triumphirt hatte). Man wollte eben in Coventgarden eine Vorstellung des Freischütz geben; diese wird nun zum Besten seiner Familie, wahrscheinlich nur um so stärker besucht, statt finden.

Apparat

Generalvermerk

vgl. den Bericht über seine letzten Tage in London

Entstehung

Verantwortlichkeiten

Übertragung
Solveig Schreiter

Überlieferung

  • Textzeuge: Allgemeine Zeitung, Jg. 29, Nr. 166 (15. Juni 1826), S. 662

Textkonstitution

  • From Chendara’s fount I comesic!

Einzelstellenerläuterung

  • „… eigne Rechnung ein Konzert gegeben“Vgl. die Konzertanzeige und die Beschreibung des Konzerts in den Berichten.

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