10. Band der Weber-Studien erschienen

Im Jahr 1993 erschien zu Beginn der Arbeiten an der WeGA Band 1 der Reihe Weber-Studien, herausgegeben von Gerhard Allroggen und Joachim Veit. Die Reihe sollte laut Vorwort als „das Erscheinen der Gesamtausgabe […] begleiten“. Geplant war, in loser Folge Einzelstudien und Monographien zu publizieren, „die sich mit Webers Schaffen und seinem näheren Umkreis beschäftigen“, zudem sollte die „Weber-Philologie […] hier ein theoretisches Forum erhalten; aber auch die allgemein musikgeschichtliche Weber-Forschung wird hier ein Sprachrohr finden“ (Vorwort, S. vii). Seither sind einerseits Dissertationen (Bd. 2, 6 und 7), in der Mehrzahl aber Sammelbände erschienen, die häufig Ergebnisse von Tagungen bündelten. Das ist auch der Fall bei dem voluminösen Jubiläumsband 10, der auf der von Thomas Betzwieser im April 2015 an der Frankfurter Oper (anlässlich der Neuinszenierung der Euryanthe) durchgeführten Tagung Euryanthe: Interpretationen zu Carl Maria von Webers „dramatischem Versuch“ beruht.

Zunächst war nur daran gedacht, die sieben Referate dieser Veranstaltung (Sabine Henze-Döhring, Hans Joachim Hinrichsen, Jürgen Maehder, Jürgen Schläder, Joachim Veit, Gerrit Waidelich, Frank Ziegler) zu publizieren und mit einem Abdruck der Uraufführungsbesprechungen (sowie eventuell jener der für die weitere Rezeption ebenfalls wichtigen Berliner Aufführung 1825) zu publizieren. Die Herausgeber des Bandes (Markus Bandur, Thomas Betzwieser und Frank Ziegler) entschieden sich dann aber zu einer doppelten Erweiterung des Spektrums, einerseits durch weitere Beiträge im Hauptteil, d.h. einen Aufsatz aus germanistischer (Selma Jahnke) und einen aus theaterwissenschaftlicher Sicht (Arne Langer), so dass ein abgerundeteres Bild der Probleme dieser Oper entstand. Darüber hinaus integrierten Bandur und Ziegler dann eine umfassende Wiedergabe von Erstaufführungsbesprechungen des Werkes zu Webers Lebzeiten sowie einige Texte der Librettistin Helmina von Chézy und Webers aufführungspraktische Hinweise in den Band, so dass schließlich eine über 500-Seiten starke Veröffentlichung herauskam, die nun unter dem Titel: ‚Euryanthe‘-Interpretationen. Studien und Dokumente zur ‚Großen romantischen Oper‘ von Helmina von Chézy und Carl Maria von Weber als Band 10 der Weber-Studien vorgelegt wurde.

Der auch durch zahlreiche Illustrationen aufgewertete Band enthält Beiträge zu Musik und Dramaturgie der Oper (Henze-Döhring), zum Libretto (Ziegler), zu „Figurationen der Treue“ im Libretto und seinen Vorgängertexten (Jahnke), zur musikalischen Faktur (Waidelich), der Orchesterbehandlung und Klangdramaturgie (Maehder), zur frühen Rezeption (Veit), zum Verhältnis der Euryanthe zu Franz Schuberts Fierrabras (Hinrichsen), zur Szenographie (Langer) und zur Frankfurter Produktion der Oper (Schläder). Sämtliche zeitgenössischen Aufführungsbesprechungen sind auch über die Website der WeGA zugänglich.

Mit dem Band ist sozusagen auch der Startschuss für die Edition der Oper innerhalb der WeGA gegeben, die von Solveig Schreiter und Joachim Veit vorbereitet wird.

Joachim Veit, Samstag, 2. Juni 2018

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