WeGA, Serie III, Bd. 10b: Festspielmusiken für den sächsischen Hof
Addenda und Corrigenda

Liebe um Liebe (WeV F.19)

Die Wiedergabe der Dialogtexte (S. 23ff.) folgt ausschließlich dem Text-Erstdruck, der zum Festakt am 20. September 1818 ausgegeben wurde. Rublacks Dichtung ist aber noch in einer zweiten Textquelle aus dem Uraufführungsjahr überliefert: dem Festbuch, das zur Erinnerung an die Feierlichkeiten gedruckt wurde (Beschreibung u. a. in WeGA-Bd. II/4, S. 230; der Text zu Liebe um Liebe ist im Festbuch auf den Anhang-Seiten 84–94 abgedruckt). Die Textabweichungen sind überwiegend minimal und betreffen weitgehend nur Orthographie und Interpunktion. Eine größere Abweichung findet sich lediglich am Ende des Werks: ED-tx endet nach der 2. Strophe des Knaben mit Chor, darunter steht: „Ende.“ Anders im Festbuch D-tx, dort folgt noch eine Szenenanweisung, ein Dialogtext des Greises und die Wiederholung der 1. Strophe des Knaben mit Chor:

(Die antike Büste verschwindet, an ihrer Stelle erscheint auf
dem Altare die Sr. Majestät des Königs Friedrich August.)

Der Greis.
Ein kindlich Volk schon längst verschwundner Tage,
     Das seinen Herrscher preißt, der es beglückt,
Lebt wieder auf aus fast verhallter Sage
     Durch Dicho Herr!  den gleiche Tugend schmückt.
Wie ihm, schallt Dir  nur Jubel – keine Klage,
     An diesem Tag, der jedes Herz entzückt!
Denn was hier im Gedichte nur erklungen,
Ist herrlicher in Wahrheit Dir gelungen!

Knabe.
     Dem König Heil!
daß er im Silberhaare,
was er erschuf,
noch lange uns bewahre!
Gott hört den Ruf:
     Dem König Heil!

Chor.
Gott hört den Ruf: dem König Heil!
(Der Vorhang fällt.)

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