Moritz Hauptmann an Franz Hauser in Wien
Kassel, Montag, 16. Mai 1831

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[…] Eine köstliche, wie Sie sagen, brünstige Stelle fiel mir heut’ in der Quartettprobe zum Oberon in der Arie der Rezia auf:
[Notenbeispiel aus der Arie Nr. 13, T. 167-169]

Ueberhaupt, was diese Oper in den paar Jahren schon abgelegt hat, nachdem das Bißchen Firniß der Neuheit abgegriffen ist! Mir macht’s jetzt eine wahrhaft schmerzliche Empfindung sie zu hören, man fühlt es so quälend wie der arme kranke Mann sich seine letzten paar Wochen abgemartert hat noch etwas hervorzubringen, wie er’s dann manchmal hat gut sein lassen, und das allerdürftigste hingeschrieben hat, dann wieder etwas Ausgetüfteltes, zuweilen auch wohl wieder einen freundlichen Lebensblick – mir macht’s eine traurige Empfindung. Es wäre unbarmherzig, bei dieser Oper viel zu schelten über die Musik, aber nicht dem Theodor Hell 100 –prügel für seine monströse Uebersetzung aufzuzählen […]

Apparat

Zusammenfassung

böse über Oberon (EV, S. 80f.)

Incipit

Generalvermerk

Verantwortlichkeiten

Übertragung
Frank Ziegler

Überlieferung

Textzeuge

Verbleib unbekannt

Weitere Textquellen
  • Alfred Schöne (Hg.), Briefe von Moritz Hauptmann [...] an Franz Hauser , Leipzig 1871, Bd. 1, S. 77–82

Textkonstitution

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