Hermstedt, Johann Simon

Basisdaten

  1. 29. Dezember 1778 in Langensalza
  2. 10. August 1846 in Sondershausen
  3. Klarinettist, Musikdirektor, Komponist, Hofkapellmeister
  4. Sondershausen

Ikonographie

Johann Simon Hermstedt (Quelle: Wikimedia)
Die Lohhalle am Lohplatz (Quelle: Wikimedia)

Biographische Informationen aus der WeGA

  • Sohn des Militärmusikers Johann Heinrich Ludwig Hermenstedt, musikalische Ausbildung beim Vater sowie in verschiedenen Stadtpfeifereien
  • ab 1797 Militärmusiker in Langensalza
  • ab spätestens 1801 in Sondershausen als Kammermusikus angestellt, wo er bis zu seinem Tod blieb; Leiter des neugegründeten Hautboistencorps (zur Besetzung vgl. u. a. AmZ 11, Sp. 424ff.)
  • ab 1808 intensive Kontakte zu Louis Spohr, der mehrere Klarinettenkonzerte für Hermstedt komponierte
  • unternahm von Sondershausen aus ausgedehnte Konzertreisen, u. a. nach Leipzig (1809, 1810, 1812, 1815, 1821, 1832), Frankenhausen (Musikfeste 1810, 1815), Erfurt (Napoleonsfeste 1811, 1812), Breslau (1811), Kassel (1812), Wien (1814/15), Berlin (1816, 1821, 1822), Frankfurt/Main (1816, 1819, 1820), Hildburghausen (1819), Amsterdam (1819), Dessau (1821), Magdeburg (1822, 1825)
  • 1810 zum Musikdirektor ernannt (so ab 1810 in der AmZ nachweisbar)
  • September 1812 (vermutlich erste) Begegnungen mit Carl Maria von Weber in Gotha (gemeinsames Konzert am 30. September in der Margarethenkirche), Komposition eines Klarinettenkonzerts in Auftrag gegeben
  • auf der Rückreise von seinem längeren Aufenthalt in Wien (1814/15) im Januar/Februar 1815 in Prag, dort intensiverer Kontakt mit Weber (gemeinsames Konzert am 17. Februar); Weber begann die Komposition des 1812 erbetenen Konzerts, die er aber nicht weiterführte
  • 1817/18 längere Konzertreise u. a. nach Regensburg, München, Stuttgart, Nürnberg
  • Weber plante 1820, auf seiner Konzertreise in Sondershausen Station zu machen, disponierte aber aufgrund von Hermstedts Abwesenheit um; beide trafen sich daraufhin im August in Alexisbad (Hermstedt konzertierte anschließend auch in Göttingen)
  • November 1821 erneute Treffen mit Weber in Dresden (Konzert 23. November)
  • 1824 letzte Begegnung mit Weber in Quedlinburg anlässlich des Klopstock-Festes (spielte unter seiner Leitung am 3. Juli im dortigen Theater)
  • spätestens 1821 zum Kapellmeister ernannt (erste Nennung als solcher in der AmZ 23), 1839 zum Hofkapellmeister

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