Anstellungsurkunde für Carl Maria von Weber
Ludwigsburg, Sonntag, 16. August 1807

Da Wir gesonnen sind, den Hr. v. Weber, als geheimen Sekretär in Unsre Dienst zu nehmen so wollen Wir solches unter folgende Bedingungen thun; Nehmlich, daß Selbiger, wie Wir es von ihm zum voraus überzeugt seyn, Uns, treu, redlich, unverdroßen und mit wahrer Anhänglichkeitt diesem,Verschwiegenheitt auf Pflicht und Gewißen über alles ihm anvertraute beobachten, auch unverbrüchlich haltten; Unsren Vortheil bey allem Hervorsuchen Unsren Nachtheil bey allem nicht nur vorbeugen sondern auch hindren wirdt.

Endlich Unsre sämttliche Kinder, im Schreyben, der Musique und sonstigen guten deutschen Schreybarth unterrichten, dargegen Versprechen Wir Ihm,
a) Ein freyes Zimmer für Ihn
b) Heitzung für Selbiges
c) Licht für Ihn lautt Unsrem Etaat
d) Vierhundert flrs. im 24 Fuß jährlichen Gehalts, für was Er sich aber selber zu | beköstigen hatt.

Welches Wir zur mehreren Sicherheitt eigenhändig unterschrieben, und Mit Unsrem angebohrnem Siegel bekräftigt haben auch von Hr. v. Weber zu unterschreiben Ludwigsburg, [den 16]t August 1807 Siegel gez. Ludwig

NB Benantte Vierhundert flrs. werden dem Hern Weber quartaliter gezahlt, nehmlich zu Martini, LichtMeße, Georgy und Jacobi, jedes Quartahl mit Einhundert flrs. in 24 Fuß – gegen eine von Ihm jeden Quartahl zu stellende Quittung.

Apparat

Zusammenfassung

Einstellungsurkunde für Weber als Geheimer Sekretär mit Hauslehrerpflichten gegen 400 flrs. u. freie Wohnung;

Incipit

Da wir gesonnen sind, dem Herrn v. Weber

Entstehung

16. August 1807

Verantwortlichkeiten

Übertragung
Eveline Bartlitz; Joachim Veit

Überlieferung

  1. Berlin (D), Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz, Musikabteilung (D-B)
    Signatur: Mus. ms. theor. C.M.v.Weber WFN 7 (20)

    Quellenbeschreibung

    • 1 Dbl. (2 b.S.)
    • Siegel

    Dazugehörige Textwiedergaben

    • Raabe, Peter: Wege zu Weber. Regensburg 1942a, S. 37–38, 1942b, S. 44–45;
    • Hoffmann, Hans (1978), S. 20; Hoffmann, Hans (1986), S. 63–64; Zschakke S. 55;

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