Poißl, Johann Nepomuk von

Basisdaten

  1. Poissl, Johann Nepomuk Franz von Paula Faustinus Sebastian Johann von Gott Freiherr von Weitere Namen
  2. 15. Februar 1783 in Schloss Haunkenzell
  3. 17. August 1865 in München
  4. Komponist, Textdichter, Intendant
  5. München, Loifling

Ikonographie

Johann Nepomuk von Poißl (Quelle: Wikimedia)
Grab von Johann Poißl auf dem Alten Südlichen Friedhof in München Standort48.12855555555611.565722222222 (Quelle: Wikimedia)
Poissl, Johann Nepomuk (Quelle: Münchner Stadtmuseum)
Poissl, Johann Nepomuk (Quelle: Münchner Stadtmuseum)

Biographische Informationen aus der WeGA

  • Sohn von Johann Nepomuk (Andreas Carl) Freiherr von Poißl (1739–1806) und dessen Frau Maria Anna, geb. Freiin von Schurff genannt Thann (1743–1815)
  • Schulausbildung in Straubing und München
  • Ende 1800 Aufnahme eines Philosophie-Studiums an der Universität Landshut, das er aus familiären Gründen nach vier Semestern abbrechen musste, daneben schon als Sänger tätig
  • am 12. Oktober 1802 Heirat mit Walburga, geb. von Hegnenberg-Dux; aus der Ehe gingen sieben Kinder hervor
  • 1803 Ernennung zum Kämmerer im Oberst-Kämmerer-Stab
  • musikalische Ausbildung bei Franz Danzi und Vogler in München, 1806 Debüt als Opernkomponist, lebte ab 1808 wieder auf den Familiengütern in Loifling
  • 1811 in München enger Kontakt zu Weber, der sich für Poißls Werke einsetzte; vielleicht kannten sich beide schon seit 1800, da etliche Münchner Mitschüler Poißls (Aestner, Fuchs, Mederer, Merl, Zimmermann) zum Freundeskreis Webers gehörten
  • gehörte zum Umfeld des „Harmonischen Vereins“ (kein förmliches Mitglied)
  • Opernkompositionen, deren erfolgreichste Athalia (1814; u. a. auch von Weber in Prag und von Großherzog Ludewig I. in Darmstadt aufgeführt) und Der Wettkampf zu Olympia (1815) waren; Ludewig I. gab 1816 die Komposition der Oper Nittetis bei Poißl in Auftrag
  • lebte mit seiner Familie zeitweise unter ärmlichen Umständen, war auf Zuweisungen und die Unterstützung des Königs von Bayern angewiesen und musste große Teile seiner ererbten Güter verkaufen
  • auf der Suche nach Engagements längere Aufenthalte in Darmstadt (1816), Berlin (1817)
  • Anstellungen in München: September 1823 als zweiter Hofmusikintendant, Mai 1824 (provisorisch) als Hoftheaterintendant (bis Februar 1833, interimistisch nochmals von Januar bis Juli 1848), Juni 1825 als Hofmusikintendant (bis 1847)
  • am 26. Januar 1828 Heirat mit Catharina (Maria Anna) Freifrau von Frank, geb. Freiin von Weinbach (1798–1873); aus der Ehe gingen drei Kinder hervor
  • 1847 Ernennung zum Oberst-Kämmerer

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