Barbara Wild
Albumblatt für Maximiliana Catharina Justina Vigitill
Nürnberg, Montag, 23. Juni 1788

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Mögen doch am Himmel hangen,
trübe Wolken ohne Zahl.
Balt sind sie vorüber gangen,
und die Sonne scheint ins Thal.
Immer kan der West nicht fächeln,
auch der nort muß einmall wehen.
Will man sehen dem Himmel lächeln,
muß man ihm auch weinen sehen.
Freundschaft lieben, tugent fühlen,
und des himmels sich erfreuen,
heist mit Erden sorgen spühlen,
heist schon halb in himmel seyn*.

Meine Beste, bey
Erblückung dieser
Zeillen, erinnern
Sie sich, an eine Sie
Zärtlich liebente Freundin
Babetee, Wild.

Apparat

Zusammenfassung

Stammbucheintrag für M. C. J. Vigitill

Incipit

Mögen doch am Himmel hangen

Verantwortlichkeiten

Übertragung
Frank Ziegler

Überlieferung

  • Textzeuge: Bonn (D), Universitäts- und Landesbibliothek (D-BNu)
    Signatur: Nachlass Georg, Prinz von Preußen, PGB 7391, Bl. 32v

Textkonstitution

  • „m“sic!
  • „m“sic!
  • „üh“sic!
  • „e“sic!

Einzelstellenerläuterung

  • „… schon halb in himmel seyn“Gedicht aus: Hamburgscher Kinderalmanach auf das Jahr 1783, hg. von Joachim Heinrich Campe, Hamburg 1783.

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