Digitale Edition Version 4.14 veröffentlicht
Mit dem aktuellen Release 4.14 erscheint das erste Update der Digitalen Edition der WeGA im Jubiläumsjahr, 200 Jahre nach dem Tod Carl Maria von Webers. Es ist ein Jahr, in welchem viele erfreuliche Aktivitäten rund um den Komponisten und seine Musik anstehen oder schon stattfanden. Darüber wird noch bis Ende des Jahres der Veranstaltungskalender auf der Startseite informieren, der freundlicherweise von der Internationalen Carl-Maria-von-Weber-Gesellschaft e. V. erstellt wurde und kontinuierlich um weitere anstehende Konzerte, Opern, Tagungen und sonstige Veranstaltungen bereichert wird. Entsprechend war dieses Jahr auch für die Mitarbeitenden der WeGA bislang ein besonderes, denn es gilt nicht nur, den laufenden Editionstätigkeiten nachzugehen, sondern gleichermaßen das große Interesse an dem Komponisten zu nutzen, um tatkräftig die Erkenntnisse der Gesamtausgabe zu teilen.
Einen überaus fruchtbaren wissenschaftlichen Austausch gab es diesen Mai in Dresden, wo die Weber-Gesellschaft in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Musik ein Symposium zum Thema „Carl Maria von Weber und das Fremde. Kompositorische Modelle – kulturelle Zuschreibungen – diskursanalytische Perspektiven“ veranstaltet hat, in welchem die Mitarbeitenden der WeGA eine ganze Tagungs-Sektion beisteuern konnten und über welches auch ein ausführlicher Bericht zur Verfügung steht. Zudem hatten Prof. Dr. Antje Tumat und Steffen Astheimer die Möglichkeit, am musikwissenschaftlichen Seminar in Detmold eine Ringvorlesung zu Carl Maria von Weber zu veranstalten, in der u.a. auch die Mitarbeitenden der WeGA tatkräftig neue wissenschaftliche Erkenntnisse vorstellten. Dem eröffnenden Vortrag von Prof. Dr. Manuel Gervink, der sich mit Vereinnahmungen der Figur „Weber“ beschäftigte, folgte ein Beitrag von Peter Stadler und Steffen Astheimer, der die Geschichte der Gesamtausgabe und vor allem die Möglichkeiten des digitalen Sektors beleuchtete. Anschließend sprach Dr. Jasmin Seib über Webers Präsenz in Berlin und die dortige Rezeption seiner Opern. Prof. Dr. Hans-Walter Schmuhl brachte Aufklärung in der Frage nach Webers Verhältnis zum Judentum (dieser Vortrag findet sich in gekürzter Fassung auch schon als Themenkommentar auf unserer Seite). Erst jüngst folgte ein Vortrag von Salome Obert zu Webers unvollendeter Oper Die drei Pintos und am 15. Juli 2026 werden Dr. Andreas Friesenhagen und Prof. Dr. Joachim Veit die Ringvorlesung mit einem Vortrag zu Webers Tonsprache in seiner Kammermusik und den Liedern abschließen und darin die Werke eines Sonderkonzerts aufgreifen, das dank des Engagements von Prof. Rinko Hama und Prof. Manuel Lange mit Studierenden der Hochschule für Musik am 2. Juli im Detmolder Sommertheater stattfindet. Eine ausführliche Besprechung der Vorträge folgt in der Herbst-Ausgabe der Weberiana .
Doch auch abseits des Tagungs- und Vortragsbetriebs haben die Mitarbeitenden der WeGA eifrig ihr Wissen über den Komponisten geteilt. So waren Antje Tumat und Frank Ziegler mit Interviews rund um Webers Biographie in der Deutschlandfunk Musikszene vom 2. Juni zu hören. Zu sehen sind beide ebenfalls in dem Arte Film „Der Freigeist – Carl Maria von Weber “, der noch bis zum 2. November 2026 in der Arte Mediathek zur Verfügung steht und Weber auch abseits des Freischütz als Künstler beleuchtet. Ebenso empfehlenswert ist das Zeitzeichen Zwischen Romantik und Abgrund: Komponist Carl Maria von Weber , in welchem Joachim Veit Forschungsergebnisse der Gesamtausgabe teilt. Und schließlich hat auch das gesamte Team an Interviews für die Lange Nacht des Deutschlandfunks Kultur mitgewirkt, einer fast dreistündigen Mischung aus musikalischem Genuss und biographischer Tiefe. In der Juni-Ausgabe der Zeitschrift Fono Forum , das dem Thema „Deutsche Frühromantik“ gewidmet ist, veröffentlichte Andreas Friesenhagen Empfehlungen von guten Aufnahmen der bedeutendsten Werke Webers und Joachim Veit informierte über die Arbeit an der Gesamtausgabe.
Natürlich blieb bei all der auswärtigen Arbeit auch noch Zeit für die Edition übrig. So ist allem voran das Erscheinen von Band 2 der Serie III zu vermelden – der Oper Peter Schmoll – die Frank Ziegler ediert hat. Kurz bevor steht auch Andreas Friesenhagens Publikation der sogenannten Salzburger Jugendmesse Webers als Band 1 der Serie I. Und auch im Bereich der Digitalen Edition hat sich viel bewegt. Aida Amiryan-Stein hat einige der noch fehlenden Pressetexte zur Euryanthe übertragen. Frank Ziegler hat gleich vier neue Themenkommentare verfasst, die Sachverhalte aus den Korrespondenzen erklären. Darüber hinaus konnte er zusammen mit Dagmar Beck die Kommentierung der Tagebücher umfangreich vorantreiben. Schließlich hat der jüngste Zuwachs der Ausgabe, Jelena Wißmann, damit begonnen, Notensatzdaten systematisch in MEI zu sichern, um eine Langzeitarchivierung der Editionsarbeit garantieren zu können.
- Feature Neuigkeiten bei der WeGA-WebApp
- Die Regressionstests wurden um Modultests für die Module biblio und wdt ergänzt.
- Der CMIF v2 Export für correspSearch gibt nun Informationen über die Dokumentsprache mit aus.
- Die JavaScript-Struktur wird nun modular gepflegt und per Webpack zu einer gebündelten wega.js für die Auslieferung zusammengeführt.
- Die bibliographische Anzeige von Artikeln, die in Teilen über mehrere Ausgaben einer Zeitschrift erschienen sind, wurde vereinheitlicht und wird nun entsprechend korrekt und eindeutig zuordenbar angezeigt.
Ein herzlicher Dank gilt Peter Stadler, der die Entwicklung der WeGA-WebApp nach wie vor tatkräftig unterstützt und maßgeblich zu den Verbesserungen des aktuellen Releases beigetragen hat.
Im Folgenden findet sich eine tabellarische Übersicht der Anzahl der Änderungen und Ergänzungen im aktuellen Release. Diese ersetzt die gewohnte Aufzählung in Prosaform und ist hoffentlich einfacher zu prozessieren für Mensch und Maschine.
| Dokumenttyp | neu | überarbeitet |
|---|---|---|
| Bibliographie | 19 | 116 |
| Tagebücher | 0 | 614 |
| Dokumente | 2 | 12 |
| Korrespondenz | 14 | 320 |
| Organisationen/Institutionen | 0 | 2 |
| Personen | 78 | 333 |
| Orte | 0 | 5 |
| Themenkommentare | 12 | 17 |
| Werke | 23 | 51 |
| Schriften | 13 | 387 |
Der aktuelle Quelltext der WeGA-WebApp sowie ein detailliertes Changelog finden sich wie gewohnt bei GitHub und bei Zenodo – ebenso die aktuellen Schemata und ODD-Dateien (Zenodo ), welche auf dem TEI-Release 4.10.2 bzw. MEI-Release 5.0 aufbauen.
Das „WeGA data package“ mit allen verfügbaren Texten des aktuellen Releases wird wieder zeitnah bei Zenodo erscheinen.
Apparat
Überlieferung
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