Carl Maria von Weber: Artikel „Andreas Brunmayer“ für Gerbers Tonkünstlerlexikon

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Brunmayer (Andreas) Organist zu St. Peter in Salzburg im J. 1803, geb. zu Lauffen im Salzburgischen, erhielt den ersten Unterricht im Klavier- und Violinspielen in seiner Geburtsstadt, studirte darauf beym Kapellm. Mich. Haydn zu Salzburg die Anfangsgründe der Komposition, und setzte nachher zu Wien dies Studium nebst der Kunst des Orgelspielens insbesondere unter der Leitung des Kapellm. Albrechtsberger weiter fort. Auch genoß er daselbst noch den Unterricht des Hrn. Kapellm. Leop. Kozeluch im Klavierspielen. Bis 1803 hatte er folgende Kompositionen verfertiget, von denen aber noch nichts gedruckt war: 1) VI große Messen, darunter 2 deutsche. 2) II Litaneyen, eine große und eine deutsche. 3) XVI Graduale auf verschiedene Feste. 4) I deutsches Oratorium. 5) II große komische Opern, davon die eine noch unter der Arbeit war. 6) Kleine Kantaten für 4 Stimmen mit 2 Klarin. 2 Hörn. und 2 Fagotten. 7) Ode von Hagedorn, mit Klavierbegl. 8) VIII deutsche Lieder für 4 Stimmen mit Klavierbegl. 9) Serenate p. Clav. av. V. 10) Variations f. Klavier über verschiedene Themen. 11) VI Quintetten für Blasinstrum. 12) XXIV Menuetten nebst Trio’s fürs volle Orchester. (Durch die Güte des Hrn. von Weber.)

Apparat

Zusammenfassung

kurzer biographischer Lexikon-Artikel über den Salzburger Organisten Andreas Brunmayer inkl. Werkangaben

Generalvermerk

Von Weber sind vier Artikel für Gerbers Tonkünstlerlexikon überliefert (vgl. Weber-Schriften). Aufgrund der Angaben in den Artikeln zu Brunmayer und Fuetsch ist zu vermuten, dass sie ca. 1803 entstanden.

Entstehung

höchstwahrscheinlich 1803

Verantwortlichkeiten

Übertragung
Solveig Schreiter

Überlieferung

  • Textzeuge: Ernst Ludwig Gerber, Neues Historisch-Biographisches Lexikon der Tonkünster, Bd. 1 (1812-1814), Sp. 538

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