Sontag, Nina

Sontag, Nina

Bildquelle

Heinrich Stümcke, Henriette Sontag, Berlin 1913

Basisdaten

  1. Sontag, Anna Auguste Nina
  2. Sontag, Nanette Weitere Namen
  3. 26. Januar 1811 in Koblenz
  4. 22. September 1879 in Kloster St. Marienthal, Oberlausitz
  5. Schauspielerin, Sängerin (Sopran), Ordensfrau
  6. Prag, Berlin, Aachen, Breslau, Kassel, Marienthal

Ikonographie

Sontag, Nina
Nina Sontag (1811–1879) (Quelle: Wikimedia)

Biographische Informationen aus der WeGA

  • Tochter des Schauspielerehepaars Franz und Franziska Sontag, lebte mit der Mutter, die sich ca. Mitte 1810 vom Vater getrennt hatte, bis 1815 in Darmstadt
  • beim Wechsel der Mutter im Frühjahr 1815 nach Prag blieben die Töchter Henriette und Nina zunächst bei der Großmutter Wilhelmine Markloff in Mainz, 1816 folgten sie nach Prag
  • am dortigen Ständetheater ab 1817 in Kinderrollen nachgewiesen, vgl. Tagebuch der deutschen Bühnen, Jg. 2, Nr. 12 (Dezember 1817), S. 338; Lembert, Taschenbuch für Schauspieler und Schauspielfreunde auf das Jahr 1821, Wien 1820, S. 297; Lembert, Taschenbuch für Schauspieler und Schauspielfreunde auf das Jahr 1822, Wien 1821, S. 286; Klingemann, Allgemeiner deutscher Theater-Almanach für das Jahr 1822, Braunschweig 1822, S. 452); laut Adolf von Schaden, Kritischer Bockssprung von Dresden nach Prag; ein neues Capriccio, als Gegenstück des Katersprunges, Schneeberg 1822 [Rückblick auf eine Prag-Reise Ende 1821], S. 218: „Ein allerliebstes Kind von seltenen Anlagen, mit Recht der kleine Liebling des Publikums.“
  • ab 1825 in Berlin, Anstellung beim königlichen Theater ab 1827 (1828–1830 beurlaubt), 1826/27 Mitglied der Berliner Singakademie (Sopran)
  • lebte 1828 zunächst bei der Mutter in Aachen, dann 1828/29 bei der Schwester Henriette (gelegentliche Auftritte in Paris, London)
  • Oktober 1829 bis Februar 1830 am Theater Aachen, danach Rückkehr nach Berlin (dort erneute Beurlaubung)
  • lebte 1830/31 bei der Mutter in Breslau (1831 Verzicht auf die bislang noch gezahlte Berliner Gage, im Herbst formelle Entlassung aus dem Vertrag)
  • 1833/34 als 3. Sängerin (Soubrette) am Hoftheater Kassel
  • 1844 gab sie ihren Beruf auf und ging ins Kloster der Unbeschuhten Karmelitinnen in Prag und wechselte aus gesundheitlichen Gründen mit Erlaubnis der Oberen am 4. Mai 1846 in die Abtei St. Marienthal bei Görlitz über, wo sie nach dem Noviziat 1847 den Ordensnamen Schwester Juliane erhielt.

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