Erstmals eine Klausurtagung der WeGA

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Die erfolgreichen Berichte von „Klausurtagungen“ anderer Projekte am Musikwissenschaftlichen Seminar Detmold/Paderborn hatten schon lange den Wunsch geweckt, eine solche Intensiv-Arbeitsphase auch einmal mit den WeGA-Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern durchzuführen. Da das Budget der WeGA aber stets knapp ist, musste dies so sparsam wie möglich geschehen – Träume von einem gemeinsamen Aufenthalt außerhalb Berlins oder Detmolds blieben also unerfüllt. Aber: Immerhin gab es einen „Gebäudewechsel“. Dank der Vermittlung von Markus Bandur (der selbst nicht an der Klausur teilnehmen konnte), war es aufgrund des freundlichen Entgegenkommens von Herrn Dr. Thomas Ertelt, dem Leiter des Staatlichen Instituts für Musikforschung , möglich, vom 24. bis 26. August in dem dortigen Konferenzraum zu tagen. An dem Treffen nahmen nicht nur die hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Solveig Schreiter und Frank Ziegler aus Berlin, Peter Stadler und Joachim Veit aus Detmold), sondern auch Eveline Bartlitz und Dagmar Beck sowie unsere erfahrene Detmolder Hilfskraft Ran Mo teil.

Wesentliches Ziel des Treffens war das Klären vielfältiger Detailfragen der digitalen Textedition und das Festlegen der weiteren Arbeitsschritte nach der bevorstehenden Umstellung auf die neue Web-Oberfläche. Peter Stadler stellte einige der wesentlichen Verbesserungen im Zuge des Redesigns der Website vor. Vor allem die Kalenderfunktion bei den Tagebüchern wird eine raschere Orientierung erlauben, ein Schieberegler zum Eingrenzen von Zeiträumen bei der Briefedition ebenso. Zudem wird es eine Eingabe-sensitive Abfrage von Empfängern geben. Völlig neu gestaltet werden auch die Anmerkungen. Etliche Details sind noch zu justieren und wurden beim Arbeitstreffen besprochen. Das im Oktober geplante Release wird aber noch unter der alten Oberfläche bleiben.

Weitere Punkte des Treffens waren Probleme mit nicht eindeutig identifizierbaren Personen, der Umgang mit Personengruppen (z.B. Ehepaare, Familien) und die „Abspaltung“ von Institutionen, für die Regelungen zur Aufnahme, zur Klassifizierung und zur Art der Beschreibung getroffen wurden. Schließlich wurden erste Schritte diskutiert, um den zur Zeit noch geltenden Sammelbegriff des „Briefes“ zu differenzieren bzw. die dort momentan vereinten Objekte treffender zu klassifizieren. In jüngster Zeit waren schon die „Albumblätter“ in eine eigene Rubrik überführt worden, nun ging es vor allem um Dokumente jeglicher Art. Vorgesehen ist nach der Diskussion in Berlin die Aufteilung in Personal- und Finanzdokumente, Theaterakten, Prozessakten, Anzeigen, Konzert- und Theaterzettel, Werkbezogene Dokumente und Varia. Diese neue Einteilung wird ebenfalls erst mit der neuen Weboberfläche sichtbar werden.

Als vorletzter Punkt wurden die vor allem in der Brief- und Tagebuchedition vorgesehenen Themenkommentare besprochen. Hier ging es um die Struktur, um Verweisformen und selbstverständlich die Inhalte. Eine Reihe von Themenkommentaren wurden an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vergeben, um bis Jahresende einen Querschnitt durch solche Kommentarformen verfügbar zu haben und dann die endgültigen Strukturen festzulegen.

Schließlich bestand auch im Bereich der Texte, die momentan unter Schriften eingeordnet sind, Bedarf zu einer detaillierteren Systematik. Auch hier wird es in Zukunft eine Reihe von Unterrubriken geben: Aufführungsbesprechungen, Repliken, Gastspiele, Vermischte Nachrichten, „Auszüge“ (aus Texten), Rezensionen, Schriften im engeren Sinne und Gedichte. Neben einer Vielzahl weiterer Einzelthemen wurde auch die künftige Gestaltung der Rubrik Korrespondenzstelle in den Briefen besprochen, ebenso der Umgang mit Werknamen in den verschiedenen Textsorten.

Alles in allem war es ein sehr ertragreiches Treffen und nach dem erstellten Protokoll konnte man kaum glauben, dass all diese Themen in nur drei Tagen behandelt wurden. Das ist die beste Voraussetzung für die hoffentliche baldige Durchführung weiterer Klausurtagungen!

Joachim Veit, Samstag, 26. September 2015

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