WeGA, Serie III, Bd. 5: Der Freischütz, Partitur
Addenda und Corrigenda

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Im Folgenden finden Sie unterschiedlichste Ergänzungen zur Publikation der beiden Freischütz-Bände Serie III, Bd. 5a und 5b. Hierzu gehören sowohl Addenda und Corrigenda zum Notentext, als auch Informationen zu neu aufgetauchten Quellen, zwischenzeitlich ermittelten zusätzlichen Informationen und weiteren Besonderheiten, die im Kontext der Veröffentlichung des Werkes von Interesse sind. Im Hinblick auf zusätzliche Aufführungsbesprechungen usw. sei auf die Rubrik der Schriften verwiesen.

Anmerkungen und Ergänzungen zum Notentext (Bd. 5a)

Seite Nummer Takt Stimme Bemerkung
33 Ouv. 13–15 Vl 2 Der Bogen muss am Ende von T. 15 offen enden (wie Vl. 1)
33 Ouv. 238 Fg, Vle, Vc, Cb Die erste Note im Takt muss jeweils G sein (eine Sekund höher).
AKT I
80f. Nr. 2 49, 58 Cb Um der Klarheit willen sollte hier jeweils ein „[arco]“ für die Cb. ergänzt werden.
91 Nr. 2 126 Caspar Die Note muss e sein, nicht d (vgl. Vle).
94 Nr. 2 145 T. Chor Die 2. Note im Tenor 2 muss wie die vorhergehende a1 sein, nicht h1 (vgl. Vl 2).
96 Nr. 2 156 Vl 1 Das erste Viertel im Takt muss c2 sein, nicht d2.
96 Nr. 2 156 S. Chor Die Auftaktnote zu T. 157 muss c2 sein, nicht e2 (vgl. Fl).
104f. Nr. 2 203–205 S. Chor, A. Chor Der Text ab Auftakt zu T. 204 bis Beginn T. 205 müsste analog T. und B. lauten „dem Bräutgam, der Braut,“ (vgl. auch ED-kl).
109 Nr. 3 20 Ob Die Auftaktnoten zu T. 21 sind eine Quinte tiefer zu notieren als a1, d2, fis2 (vgl. Vl. 1).
111 Nr. 3 29 Cl 2 Vor den beiden Viertelnoten ist jeweils ein Akzidens zu ergänzen.
150 Nr. 5 32 Caspar Vor der drittletzten Achtel im Takt muss in Hg.-Klammern ein eingefügt werden, da am Taktanfang als Vorschlag noch dis steht.
159f. Nr. 5 101, 105 Fg Die Oktaven im Fg in T. 101 und 105 müssen jeweils eine Sekund höher notiert werden (als A1A1).
161 Nr. 5 111 Fl Vor der ersten Note muss statt des ein stehen.
AKT II
190 Nr. 7 242–3 Vl 1 Die Halbe ist mit einem Repetitionsstrich zu versehen (wie im Vortakt).
201 Nr. 7 993 Vl 1 Die Viertelnote ist mit einem Repetitionsstrich zu versehen (auszuführen als 2 Achtel wie in Vle, Vc, Cb).
202 Nr. 7 103 Ob 1 Die letzte Note muss h1 lauten (statt g1).
203 Nr. 7 109 Fg 1 In Fg 1 muss bei der Achtelnote zu Taktbeginn (wie im Takt zuvor) die höhere Oktave (c) notiert werden.
250 Nr. 9 132 Vle Vor der 4. Achtel ist ein zu ergänzen (des1).
257 Nr. 9 167 Cl 1 Der Verlängerungspunkt zur ersten Note ist unzureichend sichtbar und ist nach rechts zu verrücken.
259 Nr. 9 180b Fg Die Halbe Pause ist einen Zwischenraum zu hoch notiert.
260 Nr. 9 181 Max Die erste Note der Singstimme des Max muss eine Sekund höher, d.h. als g notiert werden (statt fälschlich f).
AKT III
267 Nr. 10 34f. Tr Der Eintrag über der Zeile „muta in G“ ist zu löschen.
273 Nr. 10 742 Cb Statt des muss hier ein stehen.
279 Nr. 10 1033 Fl Sicherheitshalber sollte vor der vorletzten Note in Fl 2 c2 ein Warnungsakzidens als Hg.-Zusatz ergänzt werden, das gleichzeitige Akzidens in der Oberstimme ist als Hg.-Zusatz zu kennzeichnen und in Vl 1 zu übertragen..
284 Nr. 10 154 Vl 1 In diesem Takt sind die Tremolo-Balken zu ergänzen.
286 Nr. 10 175b B Die Halbe Pause ist zwei Zwischenräume zu tief notiert.
287 Nr. 10 180a Vl 2 In der Hauptquelle steht hier kein , im Sinne des crescendo il f al ff ist es nicht zwingend notwendig, sollte hier aber zur Vermeidung von Unklarheiten als Hg.-Zusatz ergänzt werden. Die Halbe Pause ist zwei Zwischenräume zu tief notiert.
288 Nr. 10 196 B Vor der 2. Note fehlt ein (vgl. T. 195 Vl 2).
289 Nr. 10 207 Cor In T. 207 muss der Bassschlüssel durch den vorher gültigen Violinschlüssel ersetzt werden (die eingetragenen Noten bleiben so notiert).
295 Nr. 10 253 Cl (A) Der erste Akkord muss zu notiert ges1es2 geändert werden und entsprechend zum letzten Viertel in Cl 2 ein als Herausgeberzufügung notiert werden. Sämtliche Quellen sind an dieser Stelle fehlerhaft und wiederholen die Tonhöhen aus dem Takt davor, lediglich in der Weimarer Kopie (K13) ist die Stelle nachträglich in Bleistift korrigiert. Auch ED-pt hat noch den Fehler, erst in der revidierten Auflage von 1867 ist er korrigiert.
296 Nr. 10 255 Fl 1 Die 1.-4. Note der Fl 1 sind jeweils eine Terz tiefer zu notieren (in ottava mit Vl 1).
296 Nr. 10 256 Cl 2 Das geklammerte Akzidens vor der 6. Note muss getilgt werden, es ist ein f1 notiert (klingend d1).
299 Nr. 10 277 Vc Hier sollte zur Verdeutlichung ein „[arco]“ zugefügt werden.
300 Nr. 10 2893, 2913 Ob 1 Es ist jeweils eine Viertelnote es2 zu ergänzen (vgl. T. 290 und 292).
300 Nr. 10 290 Cl Die Artikulationsbezeichnung und die Klammersetzung sind an T. 289 bzw. 291f. anzupassen.
300 Nr. 10 290f. Vl 1 Es liegt nahe, hier einen Haltebogen zu ergänzen. In der Vorlage sind die Takte 289f. als Wiederholung notiert, so dass man den Bogen aus T. 288 auch als für die Wiederholung geltend interpretieren kann.
303 Nr. 10 304 B Auf Zählzeit 3 ist (innerhalb der Klammerung) ein Akzent zu ergänzen.
303 Nr. 10 305b Tbn B. Der Akzent zur Halben ist ohne Klammern zu setzen, da er im Autograph steht.
306 Nr. 10 315 B Die Dynamikangabe „ff“ ist sinnvollerweise hier über dem System zu notieren, die Cb. haben in T. 317 eine eigene Angabe.
308 Nr. 10 3224 Vl 1, 2 ist hier zu ersetzen durch
308 Nr. 10 323b Tbn B. Die Halbe Pause ist um zwei Zwischenräume nach oben zu versetzen.
311 Nr. 10 330b Vl 1 Vor der oberen Note des Akkords ist als Hg.-Ergänzung ein einzutragen, das folgende Akzidens zur 32-tel Note kann dagegen getilgt werden.
320 Nr. 10 389a Tbn A. Das vor der Note ist zu tilgen (fis ist davor nur in Tbn T. zu finden).
322 Nr. 10 397b Cl 2 Vor dem notierten h1 ist als Hg.-Ergänzung ein zu notieren.
322 Nr. 10 399f.b Cl 2 Vor der 1. Note in beiden Takten muss als Hg.-Ergänzung ein zusätzliches notiert sein (notiert eses2). Dieser Fehler ist erst in der späten Peters-Partitur (PN 8449) korrigiert worden.
322 Nr. 10 4004–4011 Tbn A. Der Haltebogen zu Beginn T. 401 ist auch am Ende von T. 400 einzutragen; der Bogen insgesamt als Hg.-Zusatz zu kennzeichnen.
322 Nr. 10 4044 Cl 1 Statt des muss hier ein notiert sein.
322 Nr. 10 405f. Vle Die zweite obere Note mus jeweils ein erhalten (ebenfalls as), das wiederholte Akzidens vor der unteren Note am Taktende aber jeweils gestrichen werden.
323f. Nr. 10 405–412 Caspar Die Bemerkung „/:Er wird zu Boden geworfen [/:]“ bezieht sich auf Caspar und ist ab T. 405 zu notieren; auf S. 324 ist sie bei Max zu streichen (vgl. hierzu auch ED-kl).
324 Nr. 10 413f. Vl 2 Die untere Note muss von h1 in a1 geändert werden.
325 Nr. 10 421 Tbn T. Vor der Note ist ein zu ergänzen.
337 Nr. 11 68 Fg Die Ganztaktpause ist in die Taktmitte zu verschieben.
339 Nr. 11 86 Vle Ein Repetitionsstrich für Achtelrepetitionen ist zu ergänzen.
340 Nr. 11 88 Vle Alle Noten sind abwärts zu halsen.
341 Nr. 12 1 Vle Im Vorsatz muss die Akkoladenklammer bei den Vle nach unten offen bleiben.
342 Nr. 12 18f. Vc Streng genommen ist der Haltebogen im Vc geklammert zu ergänzen (im Cb ist der Haltebogen nur nach dem Seitenwechsel notiert; in den Vle endet die colla-parte-Vorschrift aber in T. 18 und zu Beginn der neuen Seite ist hier kein Haltebogen notiert).
348 Nr. 13 1 Annchen Im Vorsatz ist die Angabe „Annchen“ in einer zu kleinen Schriftgröße gesetzt.
354 Nr. 13 49, 50 Tutti Über dem System ist in T. 49 „[Andante]“ und in T. 50 „[Recit.]“ zu ergänzen (analog T. 45 und 46).
359 Nr. 13 84f. Vl. 1 Die 4. Note in beiden Takten ist nicht f1, sondern (wie in der Singstimme) g1.
363 Nr. 13 115 Fl „Solo“ ist hier gerade statt kursiv zu setzen.
363 Nr. 13 116 Fg 2 Zur eindeutigen Bezeichnung wäre hier ein „[p]“ zu ergänzen (speziell in der Stimme).
374 Nr. 14 15f. Solo Der versehentlich am Ende von T. 15 notierte Vorschlag muss an den Beginn von T. 16 versetzt werden
376 Nr. 14 29 Sop. 2 Die zweite Note muss eine Terz höher notiert werden (c2).
377 Nr. 14 36 Vle Hier sollte aus Sicherheitsgründen „[arco]“ ergänzt werden.
377 Nr. 14 38 Fg 1 Hier ist ein Repetitionsstrich (Achtelrepetitionen) zu ergänzen.
386 Nr. 15 43 B. Chor Die Angabe „Chor unisono“ ist in den Text der darüberliegenden Stimme verrutscht und gehört nur zu der unteren Stimme.
386 Nr. 15 48 Fg Die Ganztaktpause ist in der Taktmitte zu platzieren.
390 Nr. 15 72 B Nach dem letzten Taktstrich ist die klein gedruckte Zahl „10“ zu tilgen (offensichtlich Rest einer versehentlich hier platzierten Zeilenzählung).
391 Nr. 15 74f. Vle In der unteren Stimme sind statt Achtel- jeweils 16-tel-Repetitionen zu notieren.
392 Nr. 16 Agathe Im Dialogtext vor Nr. 16 sollte die letzte Bühnenanweisung („Max legt an...“) sinnvoller mit der Personenangabe „Agathe“ überschrieben und die Angabe zu Max mit in die erste Zeile der Szenenanweisung gezogen werden, auch wenn dies von der Vorlage abweicht.
396 Nr. 16 18 T. Tilge in der Textunterlegung den Buchstaben „c“ (Text wie S./A.).
400 Nr. 16 44–46 Max, Cuno In beiden Stimmen ist in T. 44 als Dynamik f zu ergänzen, die Angabe in T. 46 ist dagegen als Hg.-Zusatz zu kennzeichnen, auch wenn beide Stimmen ab T. 47 nur noch durch die Vorschrift „col Tenore“ bzw. „col Basso“ bezeichnet sind..
402 Nr. 16 564 Max Bindebogen analog T. zu ergänzen.
406 Nr. 16 894 Ob Die Angabe ff gehört zur Ob 1.
407 Nr. 16 92 Cl Am Seitenbeginn ist der für die Cl 1 notierte Haltebogen zu notiert d2 von oben kommend zu notieren.
407 Nr. 16 93 B. Chor „Den“ statt „den“
409 Nr. 16 103 Cl Hier ist ein Akzent zu ergänzen.
416 Nr. 16 1624 Cb Hier sollte beim Einsatz der Cb ein „[mf]“ ergänzt werden.
418 Nr. 16 177 Vle Hier können beim „colla parte“ die Klammern entfallen.
418 Nr. 16 177 Cb Zur Sicherheit sollte hier mit Bezug auf den Stimmenauszug „[pp]“ ergänzt werden.
418 Nr. 16 188 Fg Bei der Angabe „Solo“ handelt es sich um einen Hg.-Zusatz.
420 Nr. 16 195 Cl Die runde Klammer bei der Bogenverlängerung muss entfallen.
422 Nr. 16 210 B Auch hier sind in der zweiten Takthälfte in A die als Hinweis auf die Kürzelauflösung zu verstehenden vier Punkte (wie in den Cor) notiert.
423 Nr. 16 221 B. Zur Sicherheit sollte hier mit Bezug auf den Stimmenauszug „[p]“ ergänzt werden.
425 Nr. 16 229 B Die Angabe „marcato“ ist auf die 16tel-Note in T. 229 vorzuziehen.
436 Nr. 16 307f. Agathe Fehlerhafte Textunterlegung, die drei Silben „-sen Zäh-ren“ sind jeweils um eine Note nach rechts zu verschieben.
436 Nr. 16 310 Agathe Der Bogen über dem System ist um ein Achtel zu verkürzen.
440 Nr. 16 331 Timp Hg.-Korrektur: In A bezeichnet Weber die T. 329–332 durch Faulenzerzeichen als Taktrepetitionen, so dass auch zu Beginn von T. 331 ein Viertel H stehen müsste, das allerdings nicht in die Harmonie passt und auch als Pedalton nicht geeignet ist (die Bässe wechseln hier zum Fis). In den erhaltenen autorisierten Quellen ist dieser Takt entsprechend Webers Anweisung als Repetition bzw. ausgeschrieben vorhanden und auch im Erstdruck der Partitur bei Schlesinger so noch übernommen, in der Auflage von 1867 dann aber zur Ganztaktpause korrigiert (hier wurde dann aber zusätzlich in T. 328 zu Taktanfang ein H notiert, was so auch in die Peters-Ausgabe von 1871 übernommen ist). Die Hg. plädieren daher abweichend vom Edierten Text dafür, die Pausensetzung zu übernehmen, da Weber die Timpani im weiteren Verlauf sehr konsequent pausieren lässt, wenn der jeweilige Akkord den Ton H nicht enthält (vgl. etwa T. 335, 337, 340).
441 Nr. 16 340 Eremit Korrektur: In A ist der Rhythmus hier wie in der Singstimme des Max mit punktierter Viertel – Viertel – Achtel notiert. Dies ist in den Partiturkopien (und den Partiturdrucken) so übernommen, allerdings hat der Klavierauszug an dieser Stelle in den Rhythmus von Ottokar und Cuno verändert, was eine absichtliche Angleichung Webers darstellen dürfte, um ein Nachklappern der Silbe „-de“ zu verhindern. Daher hier vom Hg. in der Form von ED-kl übernommen.
444 Nr. 16 364 Cl In den Cl ist analog Fl und Ob in der zweiten Takthälfte ein Bogen zu ergänzen (der so auch in A steht).
446 Nr. 16 370f. Vl 1 Der Anfang des Bogens bis Ende T. 370 wäre korrekt in eckige Klammer zu setzen, da in A hier die Tinte versagte und der Bogen erst danach sichtbar ist (entsprechend in Vl 2).
447–454 Nr. 16 376–422 Cor 1/2 Hg.-Korrektur: In T. 376 ist die falsche Hg.-Angabe „muta in F“ in „muta in G“ zu korrigieren; auf den folgenden Seiten müsste im Vorsatz entsprechend statt „Cor. (F)“ jeweils „Cor. (G)“ stehen; die notierten Tonhöhen entsprechen der Stimmung in G und sind korrekt.
Allerdings würde dies bedeuten, dass hier die Cor in C nach G wechseln und umgekehrt die Cor in G nach C – was einen völlig unnötigen Stimmungswechsel mit sich brächte. Weber hat die Stelle ab T. 383 nicht ausgeschrieben, sondern die Anweisung gegeben, dass diese Takte nach den entsprechenden der Ouvertüre zu übernehmen seien. Dort sind an dieser Stelle (vgl. Edition S. 40f.) in der oberen Zeile tatsächlich die Cor in G und darunter jene in C notiert, allerdings letztere in Fortsetzung der bereits von Anfang an bestehenden Stimmung. Insofern wäre es hier in Nr. 16 sinnvoller, ab T. 383 (bzw. Systembeginn T. 380) die Systeme der vier Hörner zu tauschen und damit die Angaben des Largo maestoso weiterzuführen.
Diesen Tausch haben im übrigen die Kopisten in der Mehrzahl der Abschriften bereits vorgenommen (vgl. KA1, KA9, K15, KA19, K20 und KA26), ebenso die Partiturdrucke.
448 Nr. 16 385 Fl, Ob Die letzten beiden staccato-Punkte der Fl sind analog zur Ouvertüre rund zu klammern, die Artikulation der Ob eckig.
450 Nr. 16 391f. Fl, Ob, Cl, Cor Hier sind analog zur Ouvertüre jeweils Akzente in T. 391 Fl, Anfang T. 392 in Ob, Cl und Cor zu ergänzen.
450 Nr. 16 392 Vle Hier ist analog zur Ouvertüre zu Taktbeginn [ff] zu ergänzen.
450 Nr. 16 392, 393 A. Chor Korrektur: Im Alt steht am Taktende in A ein Viertel b1 (so in der Edition übernommen). Da die Altstimme ansonsten parallel zur Vl 2 verläuft, wirkt die nur im Alt vorkommende kleine None des Akkords deplatziert. Bereits der Erstdruck des Klavierauszugs korrigiert hier zu a1, was seit dem revidierten Partiturdruck von 1867 auch in den folgenden Partiturdrucken übernommen wurde. Entsprechend wäre im Edierten Notentext zu ändern.
Fraglich wird damit auch die in A zu Beginn von T. 393 notierte Halbe a1 statt der stufenweisen Bewegung in Vierteln (wie in Vl 2). Auch diese Stelle ist in ED-kl entsprechend verändert und so in den Edierten Text zu übernehmen. Bei dieser Änderung ist zu bedenken, dass Weber in A nur die Chorstimmen und die Vl 1 notiert hat und daher vermutlich die Diskrepanz zur Vl 2 übersah.
450 Nr. 16 393, 394 Tr, Streicher Bei einer strengen Übernahme nach der Ouvertüre wären hier zur letzten Note T. 393 in Vl 2 eckige, in den Vle runde Klammern zu ergänzen, in den B ein Strich in eckigen Klammern; in T. 394 wäre das fz der Fl zu tilgen und in den Tr ein Akzent zu ergänzen.
451 Nr. 16 400 Fg Hg.-Korrektur: Bei den Ziffernverweisen 14ff. hat Weber in der Ouvertüre nach Ziffer 17 (entspricht T. 315 bzw. in Nr. 16 dem T. 399) vier Takte ausgespart und Ziffer 18 erst zu T. 320 (in Nr. 16 T. 400) notiert. In Fg 2 entsteht damit ein Nonsprung f–E. Dies wäre ungewöhnlich und ist sicherlich nicht beabsichtigt; daher wird für die Fg vom Hg. der Zielakkord in T. 316 (e–c1) übernommen. (Dies ist im Edierten Text entsprechend zu ändern!) Die Abschriften haben allerdings die wortwörtliche Angabe übernommen (interessanterweise findet sich in allen Kopien vor T. 400 ein Seitenumbruch!). Auch der Partitur-Erstdruck übernimmt die Stelle noch mit E–e, in der Peters-Ausgabe 1871 ist dies dann abgeändert (so dann auch bei Freyer 1976).
451 Nr. 16 401 Fg Über der 5. Note ist ein staccato-Punkt zu ergänzen.
452 Nr. 16 402–406 Fl, Fg Bei strenger Übernahme nach der Ouvertüre ist in T. 404 der (in runden Klammer zu ergänzende) Bogen bereits ab der 1. Note zu setzen. In Fg 2 ist von T. 406 auf 407 ein Haltebogen zu ergänzen.
453 Nr. 16 412f. Vl 1, 2 Folgt man streng der Übernahme nach der Ouvertüre, müssten zu den beiden Achteln am Taktanfang jeweils Bindebögen notiert werden (vgl. Ouvertüre, T. 332f.). Die staccato-Punkte in T. 412 und 413 sind hier aber nach dem Ausschreiben der Kopisten in den Quellen KA1 (dort nur in T. 413), KA2, KA9, K20, KA26 eingefügt (nur K15 und KA19 setzen hier Bögen). Ob diese Differenzierung gegenüber der Ouvertüre beabsichtigt ist, bleibe dahingestellt.
453f. Nr. 16 412–414 Cl, Cor, Tr, Tbn B. Wendet man hier die entsprechenden Abschnitte der Ouvertüre als Vorbild an, ist in T. 413 auch in der Cl ein Akzent zu setzen, ebenso in T. 412 und 413 in den Cor sowie den Tr.; in T. 414 wären die eckig ergänzten staccato-Punkte zur 1. Note nicht zu ergänzen, dagegen wäre die Tbn. Basso in T. 414f. von Strichen zu Punkten zu vereinheitlichen.

Für die Mitteilung von in der Partitur vorkommenden Druckfehlern, Inkonsequenzen und Unschönheiten im Satz sowie sonstigen Hinweisen sei Herrn Dr. Isaac Selya von der Queen City Opera in Cincinnati (USA) und vor allem Herrn Tim Hüttemeister (Detmold) sehr herzlich gedankt!

Anmerkungen und Ergänzungen zum Kritischen Bericht (Bd. 5b)

Seite Bemerkung
518 Zu Kopie Nr. 8 nach Pest: Der erste angegebene Tagebucheintrag vom 12. November 1819 „wegen Verkauf meiner Oper“ bezieht sich noch nicht auf den Freischütz sondern auf Silvana (die in Pest am 13. März 1820 erstmals aufgeführt wurde); insofern begannen die Verhandlungen mit Pest offensichtlich doch erst nach der Uraufführung.
519 Zur Kopie Nr. 27 für Linz: Der von Treitschke stammende Bearbeitungsvermerk auf dem genannten BriefGratz und Linz sind quasi o“ bleibt rätselhaft; Treitschke hat nachweislich drei Kopien nach Brünn, Preßburg und Lemberg versandt, Stöger hatte dann die Direktion in Graz, nicht in Linz inne. Die hier vorgenommene Zuordnung zu den Treitschke-Kopien ist also zumindest fraglich; vgl. dazu ausführlichen den Kommentar zum entsprechenden Absatz im erwähnten Brief vom 17. Dezember 1821.
518 Zu Kopie Nr. 9 nach Frankfurt/Main: Die Jahreszahl der EA ist versehentlich mit „1821“ statt „1822“ angegeben.
582 Zur Partiturkopie Nr. 16 für Altenburg (vor dem 30. März 1822): Diese Kopie tauchte jüngst bei der Katalogisierung der Altenburger Bestände für RISM wieder auf, worauf freundlicherweise Herr Dr. Christoph Meixner (Thüringisches Landesmusikarchiv, Hochschule für Musik Franz Liszt, Weimar) hinwies, der diese Partitur dann auch vorab zu einer ersten Autopsie zur Verfügung stellte.
K-pt16 (D-WRHA)
Partiturkopie für Altenburg; Bd. 1 [= Akt I], Bd. 2 [= Akt II], Bd. 3 [= Akt III]; 30,5 x 23,5cm quer Titelblatt: „Der Freyschütz | Romantische Oper in drey Aufzügen | Gedicht, von Fried: Kind | Musik, von Carl Maria von Weber
Schreiber: Carl Gottlob Kretzschmar (Akt I) und Johann Gottlieb Lauterbach (Akt II–III)
Datierung: vor dem 30. März 1822
Provenienz: Hofkapelle Altenburg
Vorlage: Original
Autopsie: 5. Februar 2020 (Veit)


Beschreibung:

Bei der Partitur handelt es sich um eine Version, die im Finale Nr. 16 bereits die gekürzte Version aufweist. In Lage 8 des dritten Bandes ist vor der Stelle „So finde nie“ ein späteres Blatt mit einem Aufdruck des Notenblattherstellers „L. Grünbaum, Altenburg No. 13“ mit dem Abschnitt „Leicht kann“ bis „wer griff’ in seinen Busen nicht“ eingelegt, um die Kürzung wieder rückgängig zu machen. Einträge Webers finden sich (nach einer ersten Durchsicht) in den Bänden nicht, wohl aber Einträge in roter Tinte bzw. Rotstift von fremder Hand (vgl. z. B. in Cl und Fg im Terzett Nr. 2).

In den Strophen der Nr. 4 findet sich (S. 150) als regulärer Text in Strophe 2: „Und ein Kind mit runder Brust | Hilft zum ewgen Leben"“ sowie in Strophe 3 „Karte Würfel, Katherle | Meine Bilder Fiebel“. Vor dem Brautchor finden sich am Ende von Nr. 13 die von Weber in KA19 und KA20 nachgetragenen Zeilen, hier in einer vom Schreiber der Partitur abgewandelten Variante: „Aennchen. Nun muß ich aber auch geschwind den | Kranz hohlen, die alte Elsbeth hat ihn eben aus | der Stadt mitgebracht, und ich vergeßlich Ding | ließ ihn unten.“ Die Solo-Strophen 2–4 des Brautchors sind so verteilt, dass die 4. Strophe mittig unter den Strophen 2 und 3 steht.

Die Partitur ist eingebunden in dunkel marmoriertes Papier, Ecken und Rücken sind mit Leinen verstärkt. Es finden sich zwei Etiketten, ein älteres mit „Freischütz“ sowie ein neueres gedrucktes „Herzogliche Hofkapelle Altenburg / No / Abteilung“; dabei ist als No. hier „19“ und als Abteilung „F, Partitur“ ausgefüllt. Auf dem Titelblatt von Bd. 1 finden sich zwei bläuliche ovale Stempel: „HERZOGL. S. HOFKAPELLE ALTENBURG“. Beim Einbinden wurde teilweise der obere Rand sehr stark beschnitten, so dass insbesondere in Band 3 größtenteils die Seitenzählungen nicht mehr zu erkennen sind, teils aber auch Noten fehlen (z. B. zu Beginn von Nr. 16). Auffallend ist, dass Nr. 12 hier mit einer neu beginnenden Zählung versehen ist.

Paginierung: In Bleistift vorgenommen, jeweils nur auf den recto-Seiten. In Akt I und III jeweils mit ungeraden Seitenzahlen auf den recto-Seiten, in Akt II ist dagegen die erste Notenseite (verso) mit „1“ gezählt, so dass die recto-Seiten gerade Seitennummern aufweisen.

Lagenordnung und Rastrierung: Die Lagen sind durch eine in vielen Fällen noch sichtbare Bleistiftzählung zu unterscheiden und umfassen meist vier (oder fünf), gelegentlich auch drei ineinandergelegte Doppelblätter. In Akt I insgesamt 9 Lagen (im Folgenden jeweils Lage und nach dem Doppelpunkt Seitenzahl angegeben: 2:21, 3:37, 4:53, 5:79, 6:99, 7:117, 8:133, 9:149), mit einer neuen Lage fällt hier der Beginn der Nr. 1, 2, 3 und 4 zusammen. Akt II besteht aus 11 Lagen aus durchgängig 4 DBl. (2:16, 3:32, 4:48, 5:64, 6:80, 7:96; Seitenzahlen im hinteren Bereich durch Beschnitt nicht mehr sichtbar). In diesem Akt beginnen die Nummern innerhalb der Lagen. Akt III besteht aus 10 Lagen, wiederum miz je 4 DBl., lediglich die beiden hinteren Lagen aus 3 DBl.; die Seitenzählungen sind hier wegen des Beschnitts meist nicht mehr zu erkennen.

Rastriert ist in Band 1 zunächst 16-zeilig (Notenzeilenhöhe 0,6cm, Papier 22,7 x 30,5cm), mit Nr. 3 wechselt es zu einer 12-zeiligen Rastrierung (Notenzeile 0,7–0,75cm), mit Nr. 4 dann zurück zu 16 Zeilen. In Band 2 wechselt die Rastrierung mit den oder auch innerhalb der Lagen, die Notenzeilen haben mit Ausnahme der 16-zeiligen Rastrierung (0,6cm) jeweils 0,75cm Höhe. Lage 1 ist dort 11-zeilig rastriert, in Lage 2 wechselt es mit Beginn von Nr. 7 (S. 23) zu 10 Zeilen, in Lage 3 mit Nr. 8 zu 12 Zeilen, in Lage 7 mit Nr. 10 zu 16 Zeilen. Die leere letzte Seite von Lage 11 ist unrastriert. In Band 3 bleibt die Zeilenhöhe wie bisher, anfangs ist 12-zeilig rastriert, mit Nr. 12 Wechsel zu 10-zeilig, mit Nr. 15 zu 16-zeilig. Offensichtlich wurde in beiden Bänden beim Ausschreiben also stärker nach Bedarf rastriert.

Wasserzeichen: Namenszug „Dresden“ deutlich zu erkennen.

Zu dieser Partitur ist auch Aufführungsmaterial erhalten, das teils aus sehr viel späterer Zeit stammt (Vermerke in Fl 1 zwischen 1876 und 1960 in Annaberg, in Fl 2 „Altenburg 22/6 70.“, auch beide Cl und Vl 2 haben Vermerke aus dem Jahr 1870; zahlreiche Aufführungseintragungen finden sich in Cor 2. In dem Aufführungsmaterial enthalten ist auch eine handschriftliche Partitur: „Vorspiel Die Rosen des Eremiten. Text von Fr. Kind. Musik nach Motiven aus Webers "Freischütz" arrangiert von Oscar Möricke“.

623 Bei der Angabe zu Nr. 1, T. 83 muss in der Klammer: "(trotz der Bezeichnung in T. 84)" die Taktangabe in "T. 85" geändert werden.
625 Bei der Angabe zu Nr. 2, T. 35 muss die angegebene Stimme von "Max" in "Caspar" geändert werden.
625 Zu Nr. 2, T. 40 sind als Bezugspunkt u.a. "Cor 3 4" angegeben, es muss korrekt "Cor 1 2" heißen.
625 In der 2. Zeile zu Nr. 2, T. 47f. ersetzte K19 durch K19.
627 In der Aufzählung zu Nr. 3, T. 11, 19 kann noch T. 27 ergänzt werden; entsprechend sollte es im Text heißen: "nicht aber in T. 19 und 27."
634 In der Angabe zu Nr. 5, T. 112–114 ist im Text zweimal von "T. 113" die Rede; beide Stellen sind durch "T. 114" zu ersetzen.
642 Zu Nr. 9, T. 27–28: Der angegebene Haltebogen steht nicht im Fg, sondern im Cor 2.
654 Zu Nr. 12, T. 56 Cor 2: In der ersten Spalte ist ein weiteres Asterisk zu ergänzen.
658 Zu Nr. 13, T. 148–150: Die Angabe "Vle" ist zu "Vla obbl" zu präzisieren.
660 Zu Nr. 15, T. 8–40: Die Bezeichnung "S" ist durch "T" zu ersetzen.
Zu Nr. 15, T. 381: In der Spalte "Kategorie" ist "Dynamik" durch "Notation" zu ersetzen.
Zu Nr. 15, T. 43f. zu Cor 1: In der Spalte "Kategorie" ist ebenfalls "Dynamik" zu ersetzen, hier durch "Artikulation".
Zu Nr. 15, T. 512–522 Tbn B: Ersetze in der Spalte "Kategorie" "Notation" durch "Artikulation".
662 Zu Nr. 16, T. 70f.: Statt "Cor 3 4" lies "Cor 1 2".
Zu Nr. 16, T. 107 Timp: Die angegebene Taktzahl muss "108" lauten.
Zu Nr. 16, T. 118: Die Bezugsstimmen sind nicht "S, Agathe", sondern "S, A".
664 Zu Nr. 16, T. *255: In der Spalte Takt muss es wie in der Anmerkung innerhalb der Partitur T. "*253" heißen.
665 Zu Nr. 16, T. *290–295 Vl 1, 2, Vle: Im Text sind die Taktangaben wie folgt zu ändern: "In A beginnen die Bögen am Takstrich zu T. 291, in Vl 2 sogar deutlich in T. 290; vom Hg. hier ohne Kennzeichnung angeglichen, zumal auch in allen Kopien die eingetragenen Bögen fast durchgängig ab Beginn T. 290 notiert sind.
666 Zu Nr. 16, T. 334 Agathe, Ännchen: Die Anmerkung betrifft Agathe und Max.
Zu Nr. 16, T. 355–362 Vl 1, 2: Die Taktangabe muss korrekt lauten: "T. 356–362", sie ist zu ergänzen um "mf ".
Zu Nr. 16, T. 362 Vl 2, Vle: Die Anmerkung ist vor jene zu T. 364–422 zu versetzen.
Zu Nr. 16, T. 370f. Tutti: Die Taktzahl muss hier korrekt lauten: T. "368f."
667 Zu Nr. 16, T. 383–389 Cor: Ein Tausch der Hornstimmen ist insofern naheliegend als (trotz Abweichung von der Notierung der Ouvertüre) hier wenig sinnvoll scheint, die ab T. 364 in C und G notierten Hornpaare nun plötzlich als Paare in G und C zu notieren (vgl. dazu ausführlicher die Anmerkungen zum Notentext S. 447–454).
754 In Abb. 41 ist der falsche Theaterzettel sichtbar (EA 26. Januar 1822 in Dresden statt UA 18. Juni 1821 in Berlin)

Für die Mitteilung von Druckfehlern im Kritischen Bericht sei Herrn Tim Hüttemeister herzlich gedankt.

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