Carl Maria von Weber an Hinrich Lichtenstein in Berlin
Prag, Sonntag, 9. Oktober 1814

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S: Wohlgebohren

dem Herrn Professor

Dr: Lichtenstein

zu

Berlin

im UniversitätsGebäude

linken Flügel, 2t Stok

Lieber Bruder!

Ueberbringer dieses, Herr Lorinser aus Ni[e]mes in Böhmen, ist mir durch einen Freund auf deßen Urtheil und Wort ich alle Ursache habe aufs vollkommenste bauen und trauen zu können aufs beste mit der Bitte empfohlen worden, ihn an Einen biedern Mann in Berlin zu empfhelen, der sich seiner etwas annähme, und ihm wenigstens die ersten Winke zur richtigen und zwekmäßigen Eröffnung seiner Laufbahn gäbe.

An Wen beßeren könnte ich i[h]n daher wenden, als an dich lieber Bruder der du so gern dem höher Strebenden die hülfreiche Hand bietest.

Er hat sich der Medizin gewidmet, und schon hier auf der Universität sich die nothwendigen Vorkenntniße zu sammeln gesucht. Laß ihn, der von Seiten seines Charakters und Fleißes gleich brav sein soll, deiner Güte und Vorsorge empfohlen sein, und nim[m] den Schüchternen mit deiner gewöhnlichen zuvorkommenden Güte auf.

Ich grüße dich innigst, und bin wie immer, dein treuster Bruder Weber

Editorial

Summary

empfiehlt ihm den Medizinstudenten Lorinser

Incipit

Ueberbringer dieses, Herr Lorinser aus Nimes in Böhmen

Responsibilities

Übertragung
Eveline Bartlitz; Joachim Veit

Tradition

  • Text Source: Leipzig (D), Leipziger Stadtbibliothek – Musikbibliothek (D-LEm)
    Shelf mark: PB 37, Nr. 8

    Physical Description

    • 1 Bl. (2 b.S. einschl. Adr.)

    Corresponding sources

    • Rudorff: Westermanns illustrierte deutsche Monats-Hefte, 44. Jg. (1899), 87. Bd., S. 32
    • Rudorff 1900, S. 43–44

Text Constitution

  • “empfhelen”das Wort scheint bei Korrektur verschlimmbessert!

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