Carl Maria von Weber an Johann Valentin Teichmann in Seifersdorf
Dresden, Freitag, 17. September 1819

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Herrn

Herrn Teichmann

Wohlgebohren

zu

Seifersdorf

Wohlgebohrner Herr!

Der Elfenkönig des H: Kocher ist allerdings für unsre Bühne angenommen worden, demohngeachtet kenne ich diese Musik noch nicht, da es während meiner Krankheit geschah, wo ich zu solch einem Geschäft als das Prüfen eines dramatischen Werkes ist noch zu angegriffen war.

ich habe aber H: Kochers persönliche Bekanntschaft gemacht, die mir viele Freude gewährt, vermög der richtigen klaren Ansichten, und wahrhaft künstlerischen Wärme die er im Gespräche entwikkelte*.      Da er mir außerdem von Sachverständigen Männern aufs Beste empfohlen war, so nahm ich keinen Anstand unsern Direktor zu Annahme seines Werkes zu ermuntern*.

Wir sind so arm an deutschen OriginalWerken, daß ich jede Gelegenheit festzuhalten suche die gerechte Klage angehender Komponisten über Mangel an Vorschub so viel als möglich zu beseitigen.

So bald ich nur einige freye Augenblikke gewinnen kann, werde ich Buch und Musik durchgehen, und meine Meynung dem H: Grafen vorlegen, dem ich mich bestens zu empfehlen bitte.
Mit freundschaftlicher Achtung E. Wohlgebohren ergebener
C M vWeber

Editorial

Summary

Kochers Elfenkönig sei in Dresden (wegen Krankheit auch ohne seine Prüfung) angenommen; nach persönl. Bekanntschaft mit K. u. zur Förderung dt. Originalwerke werde er das Werk nach eigener Prüf. wahrscheinlich Brühl für Berlin empfehlen

Incipit

der Elfenkönig des H: Kocher ist allerdings

Responsibilities

Übertragung
Eveline Bartlitz; Joachim Veit

Tradition

  • Text Source: In Privatbesitz

    Physical Description

    • 1 DBl. (2 b.S. einschl. Adr.)

    Provenance

    • Stargardt, Kat. 706 (13./14. März 2018), Nr. 622 (S. 264)
    • Haus der Bücher Kat. 861 (1990), Nr. 153, mit Faks.
    • Stargardt Kat. 645 (4./5. Okt. 1989), Nr. 1117, mit Faks.

    Commentary

    • “… die er im Gespräche entwikkelte”Vgl. die Tagebuchnotiz vom 12. Mai 1819.
    • “… Annahme seines Werkes zu ermuntern”Die Oper wurde in Dresden nicht einstudiert.

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