Aufführungsbesprechung Wien: “Euryanthe” von Carl Maria von Weber

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Aus Wien. (Fortsetzung.)

Wir glauben, daß der Anspruch der Wiener, vorzüglich in Musik, viel beweise, denn keine andere Stadt in ganz Deutschland kann wie Wien sagen, daß sie beinahe Alles, was Vortreffliches in Gesang existirt, in ihren Mauern gehört ¦ habe; daß aber durch Vergleich mit dem Besten und Vortrefflichsten der Geschmack gebildet und das Urtheil geschärft wird, möchte wohl keinem Zweifel unterliegen. Ueberdies ist nicht abzusehen, warum die Musik von zwei verschiedenen Tonsetzern nicht so gut gefallen könne, als andere Kunstwerke von zweierlei Meistern, und warum gerade dem Einen der schon früher und oft errungene Lorbe[e]r vom Haupte gerissen werden muß, um den Andern damit zu bekränzen. Erhöhet es den Werth des Letztern, wenn auf den Ersten geschimpft wird? Wir bezweifeln es nicht nur, sondern haben uns neuerlich vom Gegentheile überzeugt, daher schließen wir damit, daß Webers Musik zur Euryanthe ein Kunstwerk bleibt, wenn es auch an keinem Orte so viel Glück und Geld machen sollte, als der Freischütz. […]

Editorial

Creation

Responsibilities

Übertragung
Bandur, Markus

Tradition

  • Text Source: Zeitung für die elegante Welt, Jg. 23, Nr. 251 (23. Dezember 1823), col. 2014f.

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