Sechs Lieder mit Begleitung der Gitarre op. 3 von Johann Gänsbacher

Leipzig.

Hier sind bey Kühnel sechs Lieder, mit Begleitung der Guitarre, von T. Gänsbacher* erschienen, zarte Blüthen eines recht poetischen Gemüths, welche daher wohl verdienen, daß im Morgenblatte, dessen Tendenz die Anzeigen musikalischer Werke zuwiderlaufen, ihnen eine Ausnahme gestattet, und seine Leser aufmerksam auf diese neue Lieder gemacht werden, die sich durch liebliche Melodien, richtige Deklamation, und harmonienreiche Begleitung vortheilhaft auszeichnen. Wer Gelegenheit hatte, im vorigen Jahre die größern Werke zu bewundern, welche Hr. Gänsbacher bey seiner Anwesenheit in Mannheim aufführte* (sie erregten mit Recht die allgemeine Aufmerksamkeit), wird in diesen niedlichen Bagatellen den herrlichen Geist des Meisters wieder erkennen, der auch seine kleinste Kunstschöpfungen beseelt, und das Heft befriediget aus den Händen legen. Billig sollte man dieselbe auf allen Toiletten der schönen Leserinnen des Morgenblattes finden; denn sie sind bey allen ihren Vorzügen auch sehr leicht zu exekutiren.

Apparat

Zusammenfassung

Incipit

Generalvermerk

Briefe von C. M. v. Weber an G. Weber vom 30. Januar 1811, Circular vom 27. Februar 1811 und Meyerbeers Nachschrift zu C. M. v. Webers Brief an Gänsbacher vom 27. Februar 1811

C. M. v. Weber teilte Gänsbacher am 13. Januar 1811 mit, er habe das, was von dir bey Kühnel erschienen ist [...] zur Rezension vertheilt. Am 30. Januar schickte er den vorliegenden Text an G. Weber (hierbey auch noch eine Rezension von Philodikaios; vgl. auch TB, 30. Januar 1811). Meyerbeer teilte Gänsbacher in einer Nachschrift zu C. M. v. Webers Brief vom 27. Februar 1811 mit: Indeß will ich Dir nur so viel sagen, daß ich Deine Kühnelschen Lieder im Morgenblatt recensirt habe; vgl. Becker, (Meyerbeer), Bd. 1, S. 94; auch C. M. v. Weber erwähnte die Rezension im Circular vom 27. Februar 1811: deine 6 Lieder bey Kühnel [...] sind durch [...] Philodikaios im Morgenblatt [...] angezeigt. C. M. v. Weber leitete die Rezension am 20. April 1811 an Cotta weiter (vgl. Brief und TB) und beklagte sich am 8. Juli 1811 bei G. Weber, daß die Rec:[ension] von Gänsb:[acher] [...] noch nicht abgedruckt sey. Im Redaktionsexemplar im DLA Marbach ist Weber als Honorarempfänger vermerkt. Gänsbachers Lieder waren zuvor bereits kurz besprochen worden in: Zeitung für die elegante Welt, Jg. 10, Nr. 77 (17. April 1810), Sp. 614–615.

Entstehung

Verantwortlichkeiten

Überlieferung

Textzeuge

Morgenblatt für gebildete Stände, Jg. 5, Nr. 169 (16. Juli 1811), S. 676

Textkonstitution

    Einzelstellenerläuterung

    • "sechs Lieder , … von T. Gänsbacher": Johann Gänsbacher, SECHS LIEDER | mit Begleitung der Guitarre, | componirt | und | der hochgebohrnen Gräfin Firmian | gewidmet von | JOH. GÄNSBACHER. | 3tes Werk der Gesangstücke. | Pr. 12 gl. | Bei A. Kühnel, Bureau de Musique in Leipzig. [1809] (Nachweis: A-Ik )
    • "… seiner Anwesenheit in Mannheim aufführte": Am 26. Mai 1810 wurde im Museum eine Sinfonie von Gänsbacher aufgeführt und am 3. Juni 1810 in der katholischen Pfarrkirche zum heiligen Sebastian anläßlich des 100jährigen Bestehens dieser Kirche die Messe B-Dur (Kyrie F-Dur); vgl. Gänsbacher, Denkwürdigkeiten, S. 34 und 36, bzw. Rheinische Correspondenz, Nr. 156 (6. Juni 1810), S. 622, sowie 1810-V-10.

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