Montag, 26. August 1811
Winterthur

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d: 26t früh 5 Uhr kam Beer schon zu mir, es ist sein
Geburtstag, und ich gieng mit ihm zu seinen
Eltern, die mich dringend einluden in Berlin
bey Ihnen zu wohnen. um 7 Uhr reißten Sie
ab nach Zürch.
Mittag zu Hause, Vormittag
noch Visiten gemacht
und Klavier gespielt.
bey H. Secretär und Doctor mir Medicin geben
laßen weil mein Abweichen immer noch anhält.

Nachtische H. Präs: Sulzers LandGut* besehen.
Abends gespeißt bey H: Ziegler, recht ver-
gnügt, ich spielte viel. Mlle Lagrange aus
Lausanne kennen gelernt.
Mein Concert
zum Quartett arrangiert. TeufelsArbeit.

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Apparat

Verantwortlichkeiten

Übertragung
Dagmar Beck
Kommentar
Dagmar Beck; Frank Ziegler

Überlieferung

  • Textzeuge: Berlin (D), Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz (D-B)
    Signatur: Mus. ms. autogr. theor. C. M. v. Weber WFN 1

    Provenienz

    • Umwandlung der Dauerleihgabe in eine Schenkung durch Hans-Jürgen Freiherr von Weber am 15. November 1986
    • bis 1986 in Familienbesitz (seit 1956 bereits als Dauerleihgabe in der Berliner Staatsbibliothek)

Textkonstitution

  • „Geburtstag“sic!
  • „g“unsichere Lesung

Einzelstellenerläuterung

  • Präs:Abk. von „Präsident“.
  • „… H. Präs: Präsident Sulzers LandGut“Gut auf der Geiselweid, von J. H. Sulzer 1808 erworben (damals noch vor der Stadt gelegen). Das noch erhaltene Wohnhaus trägt die Aufschrift „Zum Traubengut 1810“; vgl. Peter Sulzer, Ein Winterthurer im josephinischen Wien. Das Stammbuch von Johann Heinrich Sulzer ‚zur Goldenen Traube‘, in: Librarium. Zeitschrift der Schweizerischen Bibliophilen-Gesellschaft, Jg. 24, Heft 2 (September 1981), S. 130.

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