Rahel Varnhagen an Ernestine und Moritz Robert-Tornnow in Berlin
Mannheim, Dienstag, 18., Mittwoch, 19. und Freitag, 21. März 1817

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[…] Und gleich nahm ich mir vor diesen trost Dir zu schreiben: für langes musikalisches Deutschland! Den andern Morgen aber wurde mir diese Lust wieder verbittert. Da gab mir tettenborn* um Liebichs todtenfeier zu lesen, ich weiß nicht ein wo herausgekommenes Abendblatt, wo Maria Weber als – sagen sie hier – drin schreibt: dieser nun ist in Dresden: und schreibt sich da das arme Publikum und den König durch dieses, zurechte*, welcher arme König nie von deutschen opren wißen wollte. Nun ist Dresden in musikalischer Hinsicht weg! denn Maria W: kenne ich. Alles weiß er in der Musik, nur die Musik nicht. Und wäre Mozart nicht bizar und in der Volltönigkeit mißtönig, so lebte er für ihn und seinesgleichen nicht! – Genug. Er verdirbt, er und noch ein paar so gebildete Skribanten Dresden auch noch. Theilst Du meine Wuth? […]

Apparat

Zusammenfassung

in einem Brief Wilhelm Künzels an Jähns vom 18. Januar 1872 (s.d.) heißt es: „die geistreiche Rahel Varnhagen hat leider Weber nicht zu würdigen gewußt, wie dieß aus einem Bfe v 19 Maerz 1817 hervorgeht, den ich besitze...“

Incipit

Helles kühles sonniges Frühlingswetter. Ich unpas;

Verantwortlichkeiten

Übertragung
Eveline Bartlitz; Joachim Veit

Überlieferung

  • Textzeuge: Krakau (PL), Uniwersytet Jagielloński. Biblioteka Jagiellońska (PL-Kj)
    Signatur: Sammlung Varnhagen 219

    Dazugehörige Textwiedergaben

    • Rahel Levin Varnhagen, Familienbriefe, hg. von Renata Buzzo Màrgari Barovero, München 2009, S. 715–718, Zitat S. 717 (Nr. 466)

    Einzelstellenerläuterung

    • „… verbittert. Da gab mir tettenborn“Friedrich Karl Freiherr von Tettenborn (1778–1845), russ. General und ab 1819 bad. Gesandter in Wien?
    • „… den König durch dieses, zurechte“Gemeint sind Webers Dramatisch-musikalische Notizen in der Abend-ZeitungT.

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