Sara Kaskel an Helmina von Chézy
Dresden, Samstag, 28. Oktober 1854

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Meine theure Freundin

Ihren schönen Brief, der mich bis zu Thränen gerührt hat, habe ich durch die Stadtpost an die Behörde geschickt, und hoffe, daß er dort, den nehmlichen Eindruck machen wird. Von ihren Angelegenheiten habe ich nur so viel erfahren, daß man sich wieder wie früher abfinden will, und auf mein Erwidern warum nicht eine Aufführung? erhielt ich zur Antwort es würden dan mehrere die nehmliche Anforderung machen, und dies wollten sie nicht einführen. Die Sache ist wohl die, man beneidet ihnen das Glück mit Weber unsterblich zu sein, und will dies nicht noch eclatanter machen. Durch ihren Brief liebe Freundin, bin ich veranlaßt zu glauben, daß man ihnen doch beßere Zugeständniße gemacht hat, und ist es so, so machen Sie mir die Freunde es mir mitzutheilen. Da Baudissins noch auf dem Lande sind, und ich nicht gehäßige Leute, die ich für Freunde hielt, fragen will, so erfahre ich nichts.

Daß mich alles interessirt was ihnen geschieht sehen Sie schon daraus, daß ich selbst schreibe, was ich seit Monaten nicht gethan, und was sehr langsam vonstatten geht. Möge ihnen, der allgütige den Sie wie ich vertrauen, noch recht viel gesunde ruhige Tage geben, und ich auch die Freude erleben zufriedne Briefe von ihnen zu erhalten. ich habe noch nichts wegen ihrer Oper gethan, der Große Componist lebt nur bei Königen, […]

Apparat

Zusammenfassung

vermutlich über eine in Aussicht gestellte Benefiz-Vorstellung der "Euryanthe" in Dresden

Incipit

Ihren schönen Brief, der mich bis zu Thränen gerührt hat,

Verantwortlichkeiten

Übertragung
Eveline Bartlitz; Joachim Veit

Überlieferung

  1. Berlin (D), Archiv der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (D-Bbbaw)
    Signatur: NL H. von Chézy 450

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