Weber Digital - Präsentation am 4. Mai 2011 in Berlin

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Unter dem Motto „Weber Digital“ findet in Kooperation mit der Staatsbibliothek zu Berlin am 4. Mai 2011 um 19 Uhr in der Vertretung des Landes Rheinland-Pfalz (dem Sitzland der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz) eine Veranstaltung mit Musik und Lesung statt, während der ein erstes größeres Textkorpus der Edition der Briefe, Tagebücher, Schriften und Dokumente Webers freigeschaltet wird.

Während dieser Veranstaltung wird Hans-Jürgen Schatz aus Briefen, Tagebücher und Schriften Carl Maria von Webers und seiner Zeitgenossen lesen. Außerdem wird der erste Satz aus Webers Klarinettenkonzert f-Moll zunächst in der Version Carl Baermanns und danach dem Text der neuen Gesamtausgabe folgend von Thomas Lindhorst (Klarinette) und Hiroko Arimoto (Klavier) interpretiert. Zum Abschluss erklingt das Meyerbeer gewidmete Momento capriccioso für Klavier von Weber.

Mit kurzen Präsentationen wird während der Veranstaltung einerseits die neue digitale Edition der Klarinettenkonzerte Webers durch Daniel Röwenstrunk vorgestellt, Joachim Veit wird kurz in die Brief- und Tagebuchausgabe einführen und Peter Stadler als der für die digitalen Anteile der Weber-Ausgabe Verantwortliche den neuen Internet-Auftritt erläutern, der an diesem Abend den alten endgültig ersetzt.

Es ist für die Weber-Ausgabe sehr ehrenvoll, dass Hans-Ulrich Bieler (Ständiger Vertreter des Bevollmächtigten beim Bund und für Europa des Landes Rheinland-Pfalz), Barbara Schneider-Kempf (die Generaldirektorin der Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz) und Norbert Miller (als Vizepräsident der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz) Grußworte an die geladenen Gäste richten werden. Für die Gesamtausgabe spricht der Herausgaber, Gerhard Allroggen, für die jetzt 20 Jahre bestehende Weber-Gesellschaft deren Vorsitzende, Irmlind Capelle. Es ist zu hoffen, dass die nun zusätzlich zur gedruckten Noten-Ausgabe etablierte digitale Edition rasch erweitert werden kann und bald ein neues, verlässliches und leistungsfähiges Instrument für Forschungsfragen, aber auch für die interessierte Öffentlichkeit schafft, um damit eine der einflussreichsten Musikerpersönlichkeiten des 19. Jahrhunderts durch ein – bislang sicherlich noch ungewöhnliches – „elektronisches Denkmal“ zu würdigen.

Ausführende

Hans Jürgen Schatz wirkte in zahlreichen Theaterinszenierungen sowie Kino- und Fernsehfilmen mit. Einen Ruf als exzellenter Rezitator erwarb er sich mit Texten von Erich Kästner, Jean Paul und E.T.A. Hoffmann. Seine Interpretation von L.F. Baums „Der Zauberer von Oos“ wurde mit dem „Preis der deutschen Schallplattenkritik“ ausgezeichnet, seine Einspielung der musikalischen Erzählung „Paddington Bärs erstes Konzert“ mit dem Deutschen Schallplattenpreis „ECHO Klassik“. Für sein vielfältiges gesellschaftliches Engagement wurde Schatz mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande geehrt (vgl. Homepage)

Thomas Lindhorst studierte bei Gerhard Albert und Jost Michaels in Detmold; sein Konzertexamen absolvierte er bei Hans-Dietrich Klaus. Als langjähriger Soloklarinettist der Neuen Philharmonie Westfalen und Mitglied verschiedener Kammermusikensembles führten ihn Konzertreisen u.a. in die USA, nach Belgien, Russland, Finnland, Italien und Estland. Seit April 2007 hat Lindhorst eine Professur an der Hochschule für Musik Detmold inne und leitet damit eine der renommiertesten deutschen Klarinettenklassen (vgl. Website der HfM Detmold).

Hiroko Arimoto setzte nach Abschluss ihres Klavierstudiums an der Universität Kagoshima (Japan) ihre Ausbildung an der Musikhochschule Detmold bei Nerine Barrett fort. 2004 absolvierte sie ihre Diplomprüfung, 2008 ihr Konzertexamen bei Michael Keller. Meisterkurse besuchte sie bei Klaus Schilde, Bruno Canino, Andreas Staier, András Schiff und Friedrich Wilhelm Schnurr. Ihr besonderes Augenmerk gilt der Kammermusik, wo sie vielfältige Impulse bei Kursen mit Eberhard Feltz, Wen-Sinn Yang, Ana Chumachenco, Dr. Steven Perry und András Schiff empfing. Seit einigen Jahren ist sie an den Hochschulen Detmold und Hannover als Lehrbeauftragte für Korrepetition tätig.

Joachim Veit, Freitag, 15. April 2011

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