Digitale Edition Version 3.3 veröffentlicht

Während in Berlin, Paderborn – und sogar Detmold – fast unentwegt die Sonne scheint und der Sommer sich von seiner schönsten Seite zeigt, haben wir uns mitnichten an den See gelegt, sondern vielmehr immer weiter unser Subversion und Git traktiert um dem Sommerloch vorzubeugen. Herausgekommen ist ein neues Release der Digitalen Edition der WeGA, das hier kurz vorgestellt werden soll.

  • Änderungen an der Webanwendung
  • Werke-Einzelansicht – nach Personen und Orten haben nun auch die Werke eine eigene Einzelansicht erhalten und sind somit stabil referenzierbar. Hier werden einerseits die Detailinformationen aus der WeGA angezeigt, zum anderen werden aber auch externe Ressourcen (wie Bilder und Wikipedia-Artikel) eingebunden und Rückverweise dargestellt. Als Beispiel darf natürlich der Freischütz herhalten.
  • Werke-BEACON – verbunden mit der neuen Einzelansicht für Werke gibt es nun auch eine BEACON-Datei für Werk-GNDs. Damit lassen sich unsere Werkansetzungen maschinell in andere Projekte übernehmen und/oder verlinken.
  • Vorschau von Briefen, Schriften und Dokumenten – diese wurde überarbeitet und angeglichen, so dass jetzt sowohl die Zusammenfassung (so in den TEI-Dokumenten vorhanden) und ein Incipit immer angezeigt werden. Das Incipit wird nötigenfalls automatisiert erstellt, falls es nicht extra ausgezeichnet worden ist.

An den Texten der Ausgabe wurde ebenfalls gefeilt und ergänzt. Shino Funayama hat sich der Orte in Weber-Briefen angenommen und hier zahlreiche Ortsansetzungen ergänzt und in den Texten identifiziert. Charlene Jakob hat zusammen mit Eveline Bartlitz Weber-Briefe aus den Jahren 1815 und 1816 – maßgeblich aus erhaltenen Briefen – erschlossen und als TEI-Dokumente angelegt. Dagmar Beck hat unermüdlich an Webers Tagebuch weitergearbeitet und Solveig Schreiter hat (neben vielen anderen Arbeiten) vielzählige „Umtopfungen“ von Schriften und Briefen zu Dokumenten vorgenommen und entsprechend in diesen Rubriken aufgeräumt. Ran Mo hat diverse Notenbeispiele in Briefen und Schriften teilweise neu gesetzt, ansonsten als Abbildung in die TEI-Texte eingebunden und Markus Bandur, Frank Ziegler und (wieder) Charlene Jakob haben die vorhandenen zeitgenössischen Aufführungsbesprechungen zu Webers Oper Euryanthe – in Zusammenhang mit der Veröffentlichung der Weber-Studien 10 – überarbeitet bzw. in TEI übertragen und zahlreiche weitere ergänzt.

Die WeGA-Schemata wurden ebenfalls an die jeweils aktuellen Quellen angepasst, so setzen die TEI-Schemata (für Personen, Briefe, Themenkommentare etc.) jetzt auf der aktuellen TEI P5 Version 3.3.0 auf, das WeGA-MEI-Schema (für Werke und Quellen) weiterhin auf der MEI Version 3.0.0

Insgesamt versammeln sich in diesem Release 159 neue Personenbeschreibungen (sowie 551 Korrekturen/Überarbeitungen) und 248 neue Briefansetzungen (bei über 1200 Korrekturen/Überarbeitungen). Die neuen Briefe sind zum Großteil nur erschlossene Briefe, d.h. Neues und Unvermutetes findet sich leider nicht darunter. Ausnahmen bestätigen die Regel, siehe den Neuzugang eines Brief-Autographs von Carl Maria von Weber!

Bei den Schriften sind ebenfalls 87 Texte neu eingearbeitet worden (bei über 399 Korrekturen/Überarbeitungen) und bei den Dokumenten sind immerhin noch 67 Neulinge zu verzeichnen (bei 30 Korrekturen/Überarbeitungen) – beim Tagebuch schließlich wurden über 1900 Einträge verbessert.

Der aktuelle Quelltext der WeGA-WebApp sowie ein detailliertes Changelog finden sich wie gewohnt bei GitHub – ebenso die aktuellen Schemata und ODD-Dateien .

Peter Stadler, Dienstag, 17. Juli 2018

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