Digitale Edition Version 4.5 veröffentlicht

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Das aktuelle Winterrelease ist nun bereits das vierte „Corona-Release“ und noch immer (oder schon wieder) wird viel der Arbeit an der Ausgabe im Homeoffice geleistet und der Kontakt zu den Kolleg:innen kann nur durch Videokonferenzen gepflegt werden. Eine kurze Ausnahme von dieser Regel bildete nur das Mitgliedertreffen der Webergesellschaft Ende Oktober in Berlin, bei dem sich einige Mitarbeiter:innen der Ausgabe mal wieder persönlich treffen und austauschen konnten. Es bleibt zu wünschen, dass in diesem Jahr 2022 auch wieder „ordentliche“ Treffen und Klausurtagungen in Präsenz möglich werden, denn ein solcher regelmäßiger, intensiver Austausch ist in vielerlei Hinsicht eine schmerzlich vermisste Einrichtung.

Nichtsdestotrotz freuen wir uns heute wieder über das turnusgemäße Update unserer digitalen Edition, zu dem Frank Ziegler erneut drei Themenkommentare beigesteuert hat: zur „Familie von Weber“, zur „Besetzungsstärke ausgewählter Orchester im deutschsprachigen Raum zur Weber-Zeit“ sowie zu „Webers Konzertreisen von Dresden aus in den Jahren 1817 bis 1822“. Letzterer entstand unter Mitarbeit von Charlene Jakob, die hierfür wieder zahlreiche Pressetexte einarbeitete, sowie Dr. Axel Teich-Geertinger, dem wir für sein mehr als kollegiales Engagement bei der Beschaffung und Korrekturlesung von dänischen Texten danken! Eveline Bartlitz und Frank Ziegler haben den Großteil der Briefe an Weber kontrolliert und kommentiert, so dass dieser Block (mit wenigen Ausnahmen) nun abgeschlossen ist. Darüber hinaus haben sie auch unermüdlich wieder Personenbiogramme angelegt und überarbeitet. Aida Amiryan-Stein, die uns seit gut einem halben Jahr als studentische Hilfskraft unterstützt, hat 60 historische Pressetexte zu Preciosa (WeV F.22) eingearbeitet. Damit ist der Band III, 9 der Weber-Gesamtausgabe (erschienen 2001) nun auch adäquat digital kontextualisiert. In Zusammenarbeit mit der Staatsbibliothek zu Berlin wurde auch die Digitalisierung der umfangreichen Weberiana-Sammlung vorangetrieben. Ein besonderes Exemplar ist dabei Webers Ausgabenbuch , das in der WeGA vielfach für die Werkkommentierung herangezogen wird. Jetzt, in der digitalen Version, lässt es sich auch im Homeoffice auf bequemste Weise einsehen!

Besonders erfreulich war auch wieder der Austausch mit externen Beiträger:innen, die uns auf Fehler aufmerksam machten oder Hinweise und Ergänzungen lieferten. Wir bedanken uns ganz herzlich bei Prof. i.R. Dr. Achim Hofer, Hans-Christian Pust, Dr. Klaus Rettinghaus, Carolin Stöckl, Angelika Meissner, Katharina Müller, Dr. Ingrid Bigler-Marschall, Dr. Karl Traugott Goldbach, Phillip Schmidt M. A., Prof. Dr. Ursula Kramer und Bernd-Ingo Friedrich. Prof. Dr. Götz Methfessel überließ uns sogar seine Übertragungen von sechs Methfessel-Briefen, wovon uns fünf vorher gänzlich unbekannt waren! Hierfür an dieser Stelle nochmal unser ausdrücklicher Dank!

Spannend ist auch die Rezeption bzw. Vernetzung der Weber-Gesamtausgabe außerhalb des engeren musikwissenschaftlichen Kontextes. Über CorrespSearch ist ja schon länger eine disziplinübergreifende Verbindung zu anderen Briefausgaben hergestellt, und nun haben Dîlan Canan Çakir und Frank Fischer gerade „Dramatische Metadaten. Die Datenbank deutschsprachiger Einakter 1740–1850 “ vorgestellt, in dem auch auf Werkansetzungen der WeGA verlinkt wird (z.B. Friedrich Kind’sDer Abend am Waldbrunnen “). Selbsterklärtes Ziel ist „to place metadata on one-act plays within the growing knowledge repositories of the Linked Open Data cloud“. Bei anderen Entitäten wie Personen oder Orten ist dies schon länger gang und gäbe, bei Werken aber leider noch nicht so weit verbreitet. Umso erfreulicher, dass hier dieser Vorstoß unternommen wird.

  • Feature Neuigkeiten bei der WeGA-WebApp
  • CMIF-Endpunkt aktualisiert – dieser sendet jetzt „ETag“ und „Last-Modified“ Response-Header mit zur besseren Unterstützung des CorrespSearch Harvesters.
  • Neue API-Endpunkte „/repositories“ und „/repositories/items“ – hiermit lassen sich die Daten der digitalen Edition der WeGA bestandsorientiert abfragen, siehe Neue API Endpunkte „/repositories“ und „/repositories/items“.
  • Update auf OpenAPI 3.0 – unsere OpenAPI-Spezifikation wurde an die aktuelle Version 3.0 angepasst.

Insgesamt versammeln sich in diesem Release 24 neue Personenbeschreibungen (sowie 371 Korrekturen/Überarbeitungen) und 39 neue Briefansetzungen (bei über 1000 Korrekturen/Überarbeitungen) sowie 10 neue Ortsansetzungen. Bei den Schriften sind ebenfalls 69 Texte neu eingearbeitet worden (bei über 150 Korrekturen/Überarbeitungen) und bei den Dokumenten sind ebenso 13 Neulinge zu verzeichnen (bei über 60 Korrekturen/Überarbeitungen) – beim Tagebuch schließlich wurden 93 Einträge verbessert und bei den Werken 3 ergänzt und 28 überarbeitet.

Der aktuelle Quelltext der WeGA-WebApp sowie ein detailliertes Changelog finden sich wie gewohnt bei GitHub und bei Zenodo – ebenso die aktuellen Schemata und ODD-Dateien (Zenodo ), welche auf dem gegenwärtigen TEI-Release 4.3.0 bzw. MEI-Release 4.0.1 aufbauen.

Das „WeGA data package“ mit allen verfügbaren Texten des aktuellen Releases wird wieder zeitnah bei Zenodo erscheinen.

Peter Stadler, Donnerstag, 27. Januar 2022

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