Oberon-Textbuch

Nach Wielands Alceste erscheint im Juli dieses Jahres nun endlich als Bd. 3 der Reihe „Opernlibretti – kritisch ediert“ (Hg.: Irmlind Capelle und Joachim Veit) im Münchner Verlag Allitera das Textbuch zu Webers letzter, am 12. April 1826 am Covent Garden Theatre in London uraufgeführter, Oper Oberon.

Mit 381 Seiten hat das von Solveig Schreiter erarbeitete Bändchen für ein Taschenbuch einen recht stattlichen Umfang bekommen, was aber nicht verwundert angesichts der Tatsache, dass hierin das von sich aus umfangreiche Libretto zweisprachig vorliegt und erstmals in wissenschaftlich-kritischer Edition englisches Original (Librettist: James Robinson Planché) und deutsche Adaption des Werkes (Übersetzung von Karl Gottfried Theodor Winkler alias Theodor Hell) gegenüberstellt.

Buchcover der Oberon-Textbuch-Edition von Solveig Schreiter

Unter Einbezug sämtlicher erhaltenen autorisierten handschriftlichen und gedruckten Quellen wird das Libretto im speziellen Kontext seiner Entstehung und Überlieferung sowie im Vergleich zu bekannten zeitgenössischen Dramatisierungen desselben Sujets betrachtet. Ein besonderer Schwerpunkt liegt (wie bereits beim 2007 in derselben Reihe erschienenen Freischütz-Textbuch) auf der Darstellung der Textgenese und Uraufführungsbedingungen sowie Webers Einflussnahme auf die ursprüngliche Werkgestalt.

Der mit zahlreichen Abbildungen und Farbtafeln ausgestattete Band kostet im Buchhandel 32,– Euro (ISBN: 978-3-96233-063-7 ).

Solveig Schreiter, Donnerstag, 12. Juli 2018

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