Entwurf der Pensions-Verzichtserklärung für Franz Anton Weber
Eutin, 25. Mai 1787

Eutin, den [Datum nicht eingetragen] 1787.
Quitung und Verzichts Acte des K. M. vWeber.

Wann der hochwürdigst durchl.ste Fürst und Herr, Herr Peter Friedrich Ludwig,
tot. tit.
mein gn[ä]d[ig]ster Fürst und Herr, mir auf mein un[ter]th[änig]stes Ansuchen das bisher gehabte Musikprivilegium im Hochstift wieder abzunehmen, und die Erlaubnis mich ausser Landes begeben zu dürfen zu ertheilen, auch zur gänzl.n Abfindung und Abhandlung meiner aus der Fürstbischöfl.n KammerCasse bisher genossenen jährl.n Pension von 200 rh., wovon ich jedoch jährl. 50 rh. an den vormaligen privilegiatum, RathsVerwandten Bülau, abgeben müssen, eines Theils die jährl.e Abgabe der 50 rh. an den RathsVerwandten Bülau auf höchst Dero Casse zu über|nehmen, und anderntheils mir eins für alles ein behandeltes allgemeines Aversions quantum von Neunhundert Reichsthalern hollstℓ. Curr, auszahlen zu lassen, geruhet; Und ich dann die eben erwähnte AbhandlungsSumme der 900 rh:, geschrieben Neunhundert Reichsthaler, hollstℓ. Curr., heute dato aus der Fürstbischöfl.en KammerCasse baar und richtig empfangen habe; Als quitire ich nicht nur hiedurch über den würkl.n und richtigen Empfang vorbesagter 900 rh., sondern erkläre auch hiemittest, dass ich durch die Auszahlung dieses verglichenen Aversions quanti wegen der bisher aus der Fürstbischöfl.en Kammer Casse bisher genossenen | jährl.n Pension für die Zukunft völlig und auf immer abgefunden und zufrieden gestellt zu seyn worden; indem ich aller Ansprüche und Forderungen, welche ich forthin aus den vorher erhaltenen hochfürstl.n Bestallungen, oder anderweitigen höchsten Versicherungen, es sei wegen Gehalt, Pension, oder anderer Emolumente, etwa mögte herleiten und begründen können, mich hiemittest, wie es am bündigsten geschehen kann und mag, in bester Form Rechtens, für immer und beständig mich verzeihe und begebe
So geschehen Eutin, den p.
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Apparat

Zusammenfassung

bittet, ihm das Privileg im Hochstift Lübeck wieder abzunehmen u. außer Landes gehen zu dürfen; auf seine Pension u. alle weiteren Ansprüche wolle er Verzicht leisten gegen eine einmalige Abfindung von 900 rh

Incipit

Wann der hochwürdigst durchl.ste Fürst und Herr

Generalvermerk

Entwurf der Verzichtsurkunde v.frd.Hd. als Beilage zum Schreiben an die Kammerkasse Eutin.

Entstehung

25. Mai 1787

Verantwortlichkeiten

Übertragung
Frank Ziegler

Überlieferung

  1. Entwurf: Schleswig (D), Schleswig-Holsteinisches Landesarchiv (D-SWGa)
    Signatur: Abt. 260, Nr. 16054

    Quellenbeschreibung

    • 1 DBl. (3 b.S.)

Textkonstitution

  • „aus der Fürstbischöfl.n KammerCasse“am Rand hinzugefügt.
  • „zu seyn“durchgestrichen.
  • „worden“über der Zeile hinzugefügt.
  • „mich“durchgestrichen.

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