Friedrich IV., Herzog von Sachsen-Gotha-Altenburg

Basic data

  1. November 28, 1774 in Gotha
  2. February 11, 1825 in Gotha
  3. Herzog
  4. Gotha, Rom

Iconography

(Source: Wikimedia)
Bildnis des Friederich IV., Herzog zu Sachsen - Gotha und Altenburg, Johann Friedrich Bolt - um 1800 (Quelle: Digitaler Portraitindex)
Bildnis Friedrich IV., Herzog zu Sachsen-Gotha u. Altenburg (reg. 1822-25),  (Quelle: Digitaler Portraitindex)
Friedrich IV., Herzog von Sachsen-Gotha,  (Quelle: Digitaler Portraitindex)
Friedrich IV., Herzog von Sachsen-Gotha,  (Quelle: Digitaler Portraitindex)

Biographical information from the WeGA

  • Biographie bis 1804
  • dritter Sohn des Herzogs Ernst II. von Sachsen-Gotha-Altenburg (1745–1804) aus dessen Ehe mit geb. Prinzessin Charlotte von Sachsen-Meiningen (1751–1827)
  • 1788 bis 1790 Genf-Aufenthalt, studierte Geschichte, Staatsrecht und Philosophie
  • schlug zunächst eine militärische Laufbahn ein: 1792 Hauptmann in preußischen Diensten in Magdeburg, 1793 in holländischen Diensten (bei den Kämpfen gegen französische Truppen angeblich schwer verwundet), quittierte 1793 den Dienst
  • nachfolgend Aufenthalte an verschiedenen deutschen Höfen
  • breitgefächerte musische Interessen (Musik, Theater, bildende Kunst); dilettierte in Gotha in Hofkonzerten und privaten Zirkeln häufig als Sänger (Tenor), für den in späteren Jahren namhafte Komponisten (u. a. Peter von Winter 1811, Louis Spohr 1811, Carl Maria von Weber 1812) Auftragswerke schrieben; Förderer junger Künstler (u. a. Caroline Schlick, Louise Seidler)
  • ab 1803 erste Anzeichen eines (in den kommenden Jahren zunehmenden) Nervenleidens, danach Kuraufenthalte u. a. in Wiesbaden, Spa (Abreise dorthin 15. Juni 1804), Nizza etc.
  • Rom 1804–1806
  • 1804 Reise über die Schweiz und Tirol nach Italien (u. a. Florenz, Rom, Neapel)
  • anschließend erster dauerhafter Aufenthalt in Rom
  • dort Kontakt zu Wilhelm von Humboldt, wurde Pate von dessen Sohn Gustav (geb. 7. Januar 1806, gest. 12. November 1807)
  • Gotha 1810–1814
  • 1810 Rückkehr nach Gotha (Ankunft 22. August)
  • nahm dort starken Anteil den musischen Aktivitäten bei Hof und der bürgerlichen Liebhabergesellschaft im sogenannten Steinmühlen-Theater (ab 1812)
  • 1812 enge Kontakte zu Carl Maria von Weber
  • 1812 Kuraufenthalte in Karlsbad (Abreise dorthin 20. Juni) und Spa (ab 12. August), nachfolgend Reise über Metz (19. September), Straßburg (20. September), Karlsruhe (24. September), Stuttgart (29. September) nach München (30. September bis 10. November), von dort aus Ausflüge nach Starnberg und Innsbruck, Rückreise über Hildburghausen (17. November) nach Gotha (Ankunft 19. November)
  • Rom 1814–1820
  • Sommer 1814 (Abreise 2. Juli) Reise über Triest, Venedig und Ancona nach Rom (Ankunft 30. September), dritter dauerhafter Aufenthalt dort (Sommeraufenthalte in Albano), enge Kontakte zu Musikern (z. B. den Mitgliedern der päpstlichen Kapelle)
  • konvertierte am 20. Dezember 1816 in Rom zum katholischen Glauben
  • 1818 sandte Weber ihm zwei Exemplare seiner Messe Es-Dur nach Rom; eine der Widmungskopien vermittelte der Prinz an Papst Pius VII.
  • Bäderbesuche in Livorno und Pisa 1819 bewirkten keine Verbesserung des Gesundheitszustandes
  • Gotha 1820–1825
  • 1820 Rückkehr nach Gotha auf Drängen des dortigen Hofes (Ankunft 8. September)
  • erneute Kuraufenthalte in Lyon (Abreise von Gotha 26. Oktober 1820, Rückkehr 22. Februar 1821), Marienbad (Abreise von Gotha 1. August 1821, Rückkehr 22. September 1821)
  • 1822 nach dem Tod des Bruders Übernahme der Regierungsgeschäfte als (letzter) regierender Herzog von Sachsen-Gotha-Altenburg (die geistlichen Hoheitsrechte des protestantischen Landes nahm ein Ratskollegium wahr, die Regierungsgeschäfte übernahm in erster Linie Bernhard August von Lindenau)
  • in den letzten Jahren krankheitsbedingt körperlich und geistig stark eingeschränkt, lebte zurückgezogen im Prinzenpalais mit seinem Kammerherrn Ernst von Münchhausen sowie seinem Hofmarschall Ettinger
  • nach seinem Tod Versteigerung seiner umfangreichen Musikaliensammlung (u. a. mit Weber-Handschriften) am 3. Oktober 1825

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