Liebich, Johann Carl

Liebich, Johann Karl

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August Wilhelm Iffland: Almanach fürs Theater 1811. Berlin 1811 (http://books.google.co.uk/books?id=UbFIAAAAcAAJ&hl=de&pg=PP11#v=onepage&q&f=false)

Basic data

  1. August 5, 1773 in Mainz
  2. December 21, 1816 in Prag
  3. Schauspieler, Theaterdirektor
  4. Passau, Laibach, Prag

Iconography

Liebich, Johann Karl
Liebich, Johann Carl (Rollenbild als Kaspar der Thorringer)
Liebich, Johann Karl,  (Quelle: Digitaler Portraitindex)
Liebich, Johann Karl,  (Quelle: Digitaler Portraitindex)
Liebich, Johann Karl,  (Quelle: Digitaler Portraitindex)
Liebich, Johann Karl,  (Quelle: Digitaler Portraitindex)

Biographical information from the WeGA

  • Sohn von Philipp Liebich und dessen Frau Sabina, geb. Baur (oder Braun)
  • Besuch des Passauer Gymnasiums, Mitwirkung an Schulkomödien
  • Bekanntschaft mit dem Schauspieler Andreas Joseph Schopf, der als Regisseur der Rolandschen Gesellschaft in Passau wirkte (vom Fürstbischof außerdem zum Hof-Truchseß ernannt), laut Annalen des Theaters H. 10 (1792), S. 87 war Liebich zu dieser Zeit „der Rechte Beflissener“ (Jura-Student?)
  • 1792 als Hofschauspieler engagiert (bis zur Auflösung des Passauer Hoftheaters 1794), Fach: zärtliche Väter, Greise, Soldaten, Anstandsrollen, auch gesetzte Liebhaber
  • 1794ff. mit der Rolandschen Gesellschaft in Laibach, Idria und wieder Laibach tätig, dort Ende des Unternehmens, nachfolgend unter wechselnden Direktionen Schauspieler in Laibach, Wien, Klagenfurt, Villach, 1797 Rückkehr nach Passau
  • 1798 von Andreas Joseph Schopf als Schauspieler und Regisseur nach Prag berufen
  • Silvester 1803 Heirat mit der Schauspielerin Johanna Wimmer
  • 1806 nach dem Tod des bisherigen Theaterdirektors Domenico Guardasoni von den böhmischen Landständen als dessen Nachfolger (Theaterunternehmer und Direktor) berufen
  • 1807 Berufung von Wenzel Müller als Operndirektor und Kapellmeister
  • erste Kontakte zu Carl Maria von Weber im Dezember 1811, kaufte Aufführungsmaterialien von dessen Opern Silvana und Abu Hassan
  • lehnte 1812 einen Ruf ans Wiener Burgtheater ab
  • verpflichtete am 15. Januar 1813 Carl Maria von Weber als Operndirektor und Kapellmeister am Ständetheater auf drei Jahre
  • in Prag auch Veranstalter von Bällen und Redouten, für die Weber mehrfach Kompositionen bzw. Arrangements lieferte
  • letzter Bühnenauftritt am 10. August 1816, bereits schwer erkrankt
  • Fachangaben und Wertungen während seiner Tätigkeit am Prager Ständetheater:
  • Neue Annalen der Literatur des österreichischen Kaiserthumes, Jg. 1 (1807), Intelligenzblatt August, Sp. 89: “spielt bey dem gänzlichen Mangel an Vätern alle Arten von Alten, vorzüglich glücklich ist er in einigen hochkomischen Rollen, Anstandsrollen misrathen ihm grösstentheils”
  • Prager Theater-Almanach auf das Jahr 1808, Prag 1807 (= Jg. 1), S. 5: „kam 1798 als Regisseur an dies Theater und debutierte in der Laune als Major Edelschild
  • Prager Theater-Almanach auf das Jahr 1809, Prag 1808 (= Jg. 2), S. 9: “führte seit Ao. 1798. die Regie, und wurde Ao. 1806. Direkteur.”“
  • Iffland, Almanach fürs Theater, Jg. 1, Berlin 1807, S. 350: “erste serieuse, und launige Väter, polternde Alte, und Militairrollen”
  • Iffland, Almanach fürs Theater, Jg. 3, Berlin 1809, S. 158: “erste serieuse und launichte Väter, hochkomische Karakterrollen”
  • Schmidt, Almanach für Theater 1812, Leipzig 1811, S. 174: “spielt edle Väter, Militair- und chargirte Charakterrollen, launige und hochkomische Alte”
  • Theater-Zeitung, Wien, Jg. 6, Nr. 41 (7. April 1813), S. 164: “Das Fach der Väter im Trauer- und Lustspiele, der treuherzigen und komischen Alten kann wohl auf keiner Bühne Deutschlands besser besetzt seyn, als hier durch diesen würdigen Künstler.”
  • Theater-Zeitung, Wien, Jg. 6, Nr. 41 (7. April 1813), S. 164: “Das fach der Väter im Trauer- und Lustspiele, der treuherzigen und komischen Alten kann wohl auf keiner Bühne Deutschlands besser besetzt seyn, als hier durch diesen würdigen Künstler.”
  • Allgemeiner Deutscher Theater-Anzeiger, hg. von Daniel Gottlieb Quandt, Prag, Jg. 4 (1814), Nr. 24, S. 95: “spielt erste edle und launichte Väter, hochkomische Charakter-Rollen”
  • Lembert/Carl, Taschenbuch für Schauspieler und Schauspielfreunde für das Jahr 1816, Stuttgart, München 1815, S. 205: “spielt erste edle und komische Väter, hoch-komische Charakterrollen”
  • Lembert, Taschenbuch für Schauspieler und Schauspielfreunde auf das Jahr 1817, Stuttgart 1816, S. 468: “Unternehmer und Direktor”, “spielt ernste zärtliche und launigte Väter, hochkomische Charakterrollen”

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