Ludwig Börne an Jeanette Wohl in Frankfurt/M.
Stuttgart, Dienstag, 16. April 1822

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[…] Der Freischüz von Weber wurde vor einigen Tagen gegeben. Die Meÿ[n]ungen sind getheilt, aber den Meisten, worunter ich auch gehöre, hat die Musik sehr gefallen. Es ist eine Deutsche Volksthümliche Musik, wie wir doch eigentlich noch gar keine haben. Denken Sie sich einen Deutschen Don Juan, aber keinen aus der gebildeten, sondern aus der niedern Volksklasse – und da haben Sie etwa, die Art und die Würde der Musik, zur Mozartschen Oper gehalten. Es ist recht viel Originelles darin, und viel singbare Sachen. Die Stücke werden alle Gassenlieder werden. Der Weber war lange hier, als Sekretär eines würtembergischen, nun verstorbenen Prinzen, hat sich vieler Prellerien und Spitzbübereien zu Schulden kommen lassen, saß im Schuldgefängnisse, und ist lahm […]

Editorial

Summary

resümiert über den Besuch des Freischütz in Stuttgart, über die geteilten Meinungen dazu; vergleicht ihn mit Don Juan; verweist auf Webers Stuttgarter Jahre als Sektretär

Incipit

Freÿlich haben Sie recht, es unvernünftig zu finden, daß ich mein Lotterieglück

Responsibilities

Übertragung
Solveig Schreiter

Tradition

  • Text Source: Original nicht geprüft

    Corresponding sources

    • Börne, Ludwig / Wohl, Jeanette, Briefwechsel (1818–1824). Edition und Kommentar, hg. v. Heuer, Renate / Schulz, Andreas, (ebook), Oktober 2012, S. 501 (Nr. 139)

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