Schlick, Regina

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Basisdaten

  1. Strinasacchi, Regina Geburtsname
  2. 28. Februar 1761 in Ostiglia (bei Mantua)
  3. 11. Juni 1839 in Dresden
  4. Geigerin, Komponistin, Gitarristin
  5. Venedig, Gotha, Dresden

Biographische Informationen aus der WeGA

  • Tochter von Benedetto Strinasacchi (1738–1802) und dessen Frau Catterina, geb. Orlandi; Schwester des Geigers Antonio Strinasacchi (geb. 1764), Cousine der Sängerin Teresa Strinasacchi (1768–1838)
  • Ausdbildung im Ospedale della Pietà in Venedig, dort musikalische Erziehung (Geigen-Unterricht)
  • Konzertreisen ab 1775 durch Italien (u. a. Rom, Neapel, Florenz, Bologna), später auch durch Frankreich, Nord- und Mitteldeutschland; bezeugt u. a. im März/April 1784 in Wien (Begegnung mit Mozart, der für sie die Violinsonate KV 454 komponierte), im November 1784 in Leipzig
  • 30. September 1785 in Ostiglia Heirat mit Johann Conrad Schlick, den sie bei einem Konzertaufenthalt in Gotha kennengelernt hatte, gemeinsam mit diesem im Dezember 1785 in Salzburg bezeugt
  • zog mit ihrem Mann nach Gotha, wo sie bis Ende der 1820er Jahre lebte; dort bis 1806 zum Hofstaat des Prinzen August von Sachsen-Gotha-Altenburg (Bruder von Herzog Ernst II.) gehörig
  • gemeinsame Kinder des Ehepaars: Caroline, Charlotta Luisa Christiana (20. Februar 1790 – 9. Mai 1792), Emilia Auguste Regina (8. August 1798 – 4. Februar 1801), Wilhelm
  • veranstaltete zwischen 1793 und 1800 mit ihrem Mann regelmäßig Konzerte in Leipzig; außerdem von Gotha aus zahlreiche gemeinsame Konzertreisen
  • ab ca. 1795 gemeinsame Auftritte mit Ehemann und Tochter Caroline als Schlick-Trio
  • in Gotha häufige Mitwirkung an den Hofkonzerten; vgl. Thüringisches Staatsarchiv Gotha, Cap. VIII, Tit. 6: Fürstl. Hofstaat insgemein betr., 1343 (alt: 195): Acta wegen dem Secretair Schlick u dessen Ehegattin geb. Strinasacchi gnädigst ausgesetzten Gehalts in Rücksicht ihrer Beyhülfe bey den Hofconcerten. 1804–1818 (sowie auch Kammerrechnungen ab Ende der 1790er Jahre)
  • 1807 Reise über München (August), Venedig (September) nach Rom; Aufenthalt dort gemeinsam mit Prinz Friedrich (auf dessen Kosten) bis Mai 1809; September/Oktober 1808 Abstecher nach Neapel
  • enge Verbindungen zu Carl Maria von Weber bei dessen Gotha-Aufenthalt 1812
  • nach dem Tod des Ehemanns (1818) wurde dessen Rente an sie weitergezahlt (bis 1826/27)
  • allmählicher Rückzug aus dem öffentlichen Konzertleben, letzter Konzert-Nachweis: Gotha 25. April 1820 (spielte gemeinsam mit Tochter Caroline als Pianistin und Sohn Wilhelm als Cellist ein Beethoven-Trio)
  • 1822 erwarb Louis Spohr in Weimar ihre Stradivari-Geige
  • lebte ab etwa Ende der 1820er Jahre in Dresden (ab 1834 in den Dresdner Adressbüchern dokumentiert, zuvor lebte sie vermutlich bei ihrem Sohn Wilhelm)
  • von ihr sind u. a. ein Violinkonzert (GB-Lbl), Trios (A-ST) und weitere Kammermusik (B-Bc) überliefert

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