Saturday, November 28, 1812
Gotha

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d: 28t Geburtstag des Prinzen. an Rochliz ge-
schrieben
. das Buch des Abu Haßan zu schiken

Haarschneiden
ConcertProbe, dann GratulationsVisite. Artigkeit
der Churfürstin.
M: b: Schl: LectionT. Prinz Visite.
Abends Concert bey Hofe*. Overt. Cosi fan tutte. adagio
aus dem Kopfe. Rondo in Es
. gut gespielt und
Pagebreak gut accompagn: Mad: Reinh: Arie. Farinelli. lang und weilig
dann gab mir die Herzogin den Menuett aus Don Juan*
zum Variren. der Herzog den Scherenschleifer*, und
ich nahm noch am Ende seinen Liebling den Wezstein*
dazu und verband alle diese Themas, ich war sehr
gut disp: und spielte zu meiner Zufriedenheit. allgemeiner
Enthusiasmus. alles vereinigete sich um das Klavier
und ich muste noch viele Lieder singen*.
Nach
Hause zu Schl: Kopfweh.

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Editorial

Responsibilities

Übertragung
Dagmar Beck
Kommentar
Dagmar Beck; Frank Ziegler

Tradition

  • Text Source: Berlin (D), Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz (D-B)
    Shelf mark: Mus. ms. autogr. theor. C. M. v. Weber WFN 1

    Provenance

    • Umwandlung der Dauerleihgabe in eine Schenkung durch Hans-Jürgen Freiherr von Weber am 15. November 1986
    • bis 1986 in Familienbesitz (seit 1956 bereits als Dauerleihgabe in der Berliner Staatsbibliothek)

    Commentary

    • M:abbreviation of “Mittag”.
    • “… Abends Concert bey Hofe”Im Fourierbuch für Oktober bis Dezember 1812 (Thüringisches Staatsarchiv Gotha) ist zum Abend eingetragen: “ist im Spiegelsaal [des Schlosses Friedenstein] Concert gehalten worden” sowie “bey den heutigen Concert hat sich Maria von Weber hören laßen”.
    • Overt.abbreviation of “Overture”.
    • accompagn:abbreviation of “accompagnirt”.
    • “… den Menuett aus Don Juan”Aus Finale I.
    • “… . der Herzog den Scherenschleifer”Das Scherenschleiferlied “Es kam ein fremder Schleifer daher”, ein aus dem Elsass stammendes Volkslied.
    • “… Ende seinen Liebling den Wezstein”Bayerisches Volkslied “Mir ham dahoam an oit’n Wetzstoa”.
    • disp:abbreviation of “disponirt”.
    • “… muste noch viele Lieder singen”Vgl. dazu auch Webers Brief an F. F. Flemming vom 30. November 1812.

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