Carl Maria von Weber an Carl Friedrich Peters in Leipzig
Hosterwitz, Mittwoch, 5. August 1818

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S. Wohlgebohren

Herrn Peters

berühmten MusikVerleger

zu

Leipzig

Geehrter Freund!

Die JubiläumsFeyer unseres erhabenen Monarchen muß jedes treuen Unterthanen Gefühl erheben und bethätigen zu lauten Beweisen deßelben.      Frid. Kind hat mir eine Kantate gedichtet, die ich hier aufzuführen gedenke, es aber zugleich zwekmäßig fände wenn selbe als ein Kunstdenkmal in aller Sachsen Hände kommen könnte. Wollen Sie die Herausgabe der Partitur übernehmen?* ich habe es für eine freundliche Pflicht gehalten Sie vor Allen bei diesem ehrenvollen Unternehmen zu befragen.      Antworten Sie mir bald und bestimmt, und verzeihen Sie die Eile zu der mich meine Geschäfte zwingen.

Mit Freundschaft und Achtung Ihr
v Weber.

Editorial

Summary

Anfrage, ob Peters die geplante Jubelkantate verlegen wolle

Incipit

Die Jubiläumsfeyer unsres erhabenen Monarchen

General Remark

lt. Tagebuch vom 5. August wurde der Brief in Hosterwitz geschrieben

Responsibilities

Übertragung
Eveline Bartlitz; Joachim Veit

Tradition in 2 Text Sources

  • 1. Text Source: In Privatbesitz

    Physical Description

    • 1 Bl. (2 b. S. einschl. Adr.)
    • am oberen Rand der Rectoseite (links) Verlagsvermerk (Tinte): "Vorläufig beantw. d. 10. ej."
    • am oberen Rand der Rectoseite (mittig) von unbekannter Hand (Tinte): "19"
    • auf der Adressenseite am seitlichen Rand Empfangsvermerk des Verlages (Tinte)
    • PSt.: DRESDEN | 6. Aug.

    Provenance

    • Andreas Wiemer, Kelkheim Historical Autographs (Dezember 2019, online)
    • Stargardt Kat. 707 (12./13. März 2019), Nr. 728
    • lt. Liste von Kaiser (vor 1918) noch im Verlagsarchiv Peters

    Corresponding sources

    • Hirschberg77, S. 30, Nr. 37
  • 2. Text Source: Copy: Berlin (D), Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz, Musikabteilung (D-B)
    Shelf mark: Weberiana Cl. II B, 1. b., Nr. 19, S. 66

    Physical Description

    • Kopie von F. W. Jähns nach Original
    • Zusatz von F. W. Jähns nach der Adresse: (beantw. fehlt.)

    Commentary

    • “… die Herausgabe der Partitur übernehmen?”Peters nahm das Werk nicht in sein Verlagsprogramm auf, weshalb Weber es an Schlesinger verkaufte; vgl. Webers Brief an Rochlitz vom 27. September 1818 sowie den Vertrag vom 11. August 1819.

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