Band mit den Variationen für Klavier solo (WeGA, Serie VII, Band 2) erschienen

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Im Sommer 2022 erschien im Rahmen der Sämtlichen Werke Carl Maria von Webers im Schott-Verlag der Band mit den von Weber für Klavier solo komponierten Variationenwerken, herausgegeben von Markus Bandur und Salome Obert (WeGA, Serie VII, Band 2). Diese Veröffentlichung enthält alle sieben überlieferten Variationszyklen für Klavier: die 1800 im Münchner Verlag Senefelder erschienenen Sechs Variationen über ein Originalthema op. 2 (WeV R.4), die 1804 bei Eder in Wien publizierten Sechs Variationen über ein Thema aus Castore e Polluce von Georg Joseph Vogler op. 5 (WeV R.5), die 1811 im Augsburger Verlag Gombart veröffentlichten Sieben Variationen über „Vien qua, Dorina bella“ von Antonio Bianchi op. 7 (WeV R.6), die 1808 komponierten und 1810 bei André in Offenbach herausgekommenen Sieben Variationen über ein Originalthema op. 9 (WeV R.7), die 1812 im Leipziger Verlagshaus Kühnel gedruckten Sieben Variationen über die Romanze „A peine au sortir de l’enfance“ aus Joseph von Étienne Nicolas Méhul op. 28 (WeV R.9), die 1815 im Berliner Verlag Schlesinger erschienenen Neun Variationen über das Air Russe „Schöne Minka“ op. 40 (WeV R.10) sowie die Sieben Variationen über ein „Thema russo“ / „Zigeunerlied“ op. 55 (WeV R.11), die 1817 fertiggestellt und Ende 1819 ebenfalls von Schlesinger herausgebracht wurden. Die von Weber nachweislich komponierten Variationen WeV R.1–3 und R.8 sind leider nicht überliefert.

Als Grundlage für die Edition stand im Fall von op. 2, 7 und 9 (hg. von Markus Bandur) sowie von op. 5 (hg. von Salome Obert) lediglich der Erstdruck zur Verfügung, während für op. 28 (hg. von Salome Obert) zusätzlich zum Erstdruck auch die autographe Reinschrift herangezogen werden konnte. Für die Edition von op. 40 und op. 55 (hg. von Markus Bandur) konnten ebenfalls mehrere Quellen berücksichtigt werden: So stand für op. 40 neben dem Erstdruck auch eine (einst auf Anregung der WeGA hergestellte) s/w-Kopie auf Mikrofiche der Widmungskopie für Maria Pawlowna zur Verfügung, deren Original 2004 beim Brand der Herzogin-Anna-Amalia-Bibliothek in Weimar zerstört wurde. Für op. 55 wurden neben der (leider nur unvollständig lesbaren) autographen Reinschrift und dem Erstdruck auch die beiden von Weber unterschiedlich ausgezeichneten Stichvorlagen herangezogen; die erste entstand 1818 für eine wahrscheinlich nicht realisierte Publikation, während die zweite 1819 für den Erstdruck hergestellt wurde.

Der Band mit XXIV, 222 Seiten gibt detailliert Auskunft über die Entstehung der Werke, die Drucklegung und die späteren Ausgaben, die Quellenlage sowie die Abweichungen zwischen den Quellen. Ein 21-seitiger Abbildungsteil, der einen Blick auf die herangezogenen Quellen bietet, sowie ein ausführliches Register runden den Band ab. Mit diesem Band hat die Weber-Ausgabe die Anzahl ihrer erschienenen Notenbände nun auf 36 erhöht.

Markus Bandur, Thursday, August 18, 2022

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