Carl von Brühl an Johann Philipp Samuel Schmidt in Berlin
Berlin, Sonntag, 10. August 1828

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muß ich wohl sehr um Verzeyhung bitten, Ihnen noch nicht geantwortet zu haben. Es war mir aber nicht möglich, mich in dieser Zeit mit der genauen Untersuchung des Textbuches Ihrer Oper und und den Spontinischen Kritiken abzugeben. Ich habe heute mit Baron Lichtenstein darüber gesprochen, nehme das Buch mit mir aufs Land, werde es dort mit größter Aufmerksamkeit lesen, und wenn ich zurückkehre die Sache ins Gleiß bringen. Früher wird doch nichts daran geschehen, das glaube ich versichern zu können. Einstweilen will ich dem Baron Lichtenstein auftragen an Ihr Fischermädchen zu denken. – Die gewiße Recension nehme ich nun mit nach Dresden und werde sie dort der Redaction einhändigen welche vermuthlich noch andere data über die neusten Vorstellungen gesammelt hat und vieleicht eine günstige Vereinigung veranstaltet. Daß die Vossische Zeitung ganz schweigt über den Oberon ist wirklich abscheuliche Partheylichkeit.

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Leben Sie recht wohl werther Herr Hofrath und erhalten Sie mir auch während meiner Abwesenheit Ihr freundliches Andenken.
Brühl

Apparat

Zusammenfassung

Brühl verspricht, ein Textbuch von Schmidt während seiner Abwesenheit von Berlin zu lesen; hat auch Baron Lichtenstein gebeten, an Schmidts Fischermädchen zu denken; gibt seinem Befremden Ausdruck, dass in der Vossischen Zeitung keine Kritik von der Erstaufführung des Oberon am 2. Juli zu lesen war und bezeichnet das als „abscheuliche Partheylichkeit“

Incipit

Ew Wohlgebohren muß ich wohl sehr um Verzeihung bitten, Ihnen noch nicht geantwortet zu haben.

Generalvermerk

Verantwortlichkeiten

Übertragung
Eveline Bartlitz

Überlieferung

Textzeuge

Leipzig (D), Stadtgeschichtliches Museum, Bibliothek (D-LEsm)
Signatur: A/446/2004

Quellenbeschreibung

  • e. Br. m. U., 1 Bl. (2 beschr. S.)

Textkonstitution

    Einzelstellenerläuterung

    • "B": Abk. von "Berlin"

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