Georg August von Griesinger an Karl August Böttiger in Dresden
Wien, Mittwoch, 27. Februar 1822

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Mein Verehrter Freund,

Hammer hat mir für Sie zugestellt: a) seine Copie figurée d’un rouleau de Papyrus trouvé en Egypte, ein höchst getreues fac simile von dieser Rolle; b) sein Denkmal auf das Grab der beiden lezten Grafen von Purgstall, ein starker Oktavband auf Velinpapier. Ich habe diese beiden Grafen auch gekannt, und daher das Hammersche memento mit dem größten Interesse gelesen; c) Waagen’s Abhandlung über die Mumien in München; d) das Blatt No. 5. vom 11. Jan. 1822. des Archivs für Geographie, Historie p.p worin ein Aufsaz von Hammer steht: „Ausbeute türkischer Handschriften auf der Bibliothek zu Dresden.“* Vielleicht läßt sich Maria v. Weber mit allen diesen Sachen belasten, wo nicht, so theile ich sie auf mehrere Reisende, die sich mir darbieten. […] H. v. Weber wird länger hier bleiben als es anfangs seine Absicht war. Man dringt in ihn daß er ein öffentliches Concert gebe, und warum sollte er diesen Vortheil nicht benüzen? Vor einigen Tagen spielte er bei dem Prz. Friedrich Abends auf dem FortePiano in Gegenwart der Erzherzöge mit großem Beifall. Morgen wird er im Kärnthnerthortheater den Freischüzen selbst dirigiren. Er ist mit seiner Aufnahme in Wien äußerst zufrieden.

Leben Sie wohl!
Ihr
Gr.

Apparat

Zusammenfassung

Hat verschiedenes gedruckte Material für ihn von Hammer bekommen und hofft, dass es Weber mit nach Dresden nehmen kann. Er hörte, dass bei Quandts ein Sohn geboren worden sei, bittet ihn, seine Glückwünsche zu übermitteln. Berichtet ausführlich über die Wohltätigkeit des verstorbenen Herzogs Albert und seine testamentarischen Verfügungen. Weber wird länger als beabsichtigt in Wien bleiben, hat mit großem Beifall beim Prinzen Friedrich gespielt und soll ein öffentliches Konzert geben und wird den Freischütz dirigieren

Incipit

Hammer hat mir für Sie zugestellt:

Generalvermerk

Verantwortlichkeiten

Übertragung
Eveline Bartlitz, Frieder Sondermann

Überlieferung

Textzeuge

Dresden (D), Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden, Handschriftenabteilung (D-Dl)
Signatur: Mscr. Dresd. h 37:4, Bd. 64, Nr. 109

Quellenbeschreibung

  • 1 Dbl. (3 b. S.)

Textkonstitution

    Einzelstellenerläuterung

    • "… auf der Bibliothek zu Dresden.": Ausbeute türkischer Handschriften auf der Bibliothek zu Dresden, in: Archiv für Geographie, Historie, Staats- und Kriegskunst, Wien, Jg. 13, Nr. 5 (11. Januar 1822), S. 28–30. Der Artikel ist ungezeichnet

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