Giacomo Meyerbeer an Ambrosius Kühnel in Leipzig
Würzburg, Mittwoch, 11. März 1812

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In Rücksicht auf unsre alte Bekanntschaft verlange ich für diesesmal durchaus kein Honorar, sondern nur die baldige Erscheinung (versteht sich in Partitur) und 6 Exemplare zu meinem Gebrauch. Zur Übersicht des Ganzen lege ich Ihnen ein Textbuch mit bei. Die Music dauert ungefähr eine Stunde […] Im Falle daß Sie die Herausgeber dieses Werkes übernehmen, werde ich Ihnen auch eine Liste meiner übrigen kleineren Arbeit mittheilen die bereits fertig sind, welche ich aber | nicht vor der Erscheinung meines Oratoriums herausgeben will. Vielleicht findet sich auch hierunter einiges was Ihnen convenirt. Im Falle Sie mir bald zu antworten gesonnen wären, adressiren Sie gefälligst Ihren Brief nach Nürnberg poste restante. Eine spätere Antwort aber trifft mich sicherer in München, (zu erfragen bei dem Hofschauspieler Wohlbrück.)

In Erwartung Ihrer gefälligen Antwort empfehle ich mich Ihnen hochachtungsvoll J. Meyerbeer.

Apropos, mein Vater schreibt mir auch von Ihnen gehört zu haben, daß sie in einem Journale gelesen hätten, mein Oratorium sei schon im Stich erschienen. Dies ist unmöglich, denn ich habe bis jetzt nur einer Person mitgetheilt, die ich eines solchen Betruges durchaus nicht fähig glaube. Doch würden Sie mich sehr verbinden wenn Sie mir den Namen und die Nummer des Journales worin diese Anzeige stand mittheilten, damit ich es öffentlich widerrufe.

Apparat

Zusammenfassung

bietet sein Oratorium „Gott und die Natur“ zur Veröffentlichung in Partitur an; legt ihm ein Textbuch bei; das Ganze daure etwa eine Stunde; will ihm bei positivem Bescheid auch eine Liste seiner kleineren Arbeiten schicken

Incipit

… In Rücksicht auf unsere alte Bekanntschaft

Verantwortlichkeiten

Übertragung
Eveline Bartlitz; Joachim Veit

Überlieferung

  • Textzeuge: Verbleib unbekannt

    Quellenbeschreibung

    • Eingangsvermerk Kühnels vom 17. März 1812

    Provenienz

    • Drüner, Kat. 55 (2004), Nr. 17, S. 10 (mit Teilfaks. 1v)

Textkonstitution

Die Textübertragung stützt sich auf die Wiedergabe im Auktionskatalog und das dort abgebildete Teilfaksimile.

  • unleserliche Stelle

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