Caroline von Weber an Adolph Martin Schlesinger in Berlin
Hosterwitz oder Dresden, Montag, 12. Juni 1826

Geehrter Herr!

Ihr werthes Schreiben vom 3ten habe ich den 10, mit den 1700 Preusischen StatsSchultscheinen richtig erhalten. Ich danke Ihnen für Ihre gütige Fürsorge, doch weiß ich würklich nicht, ob Weber damit zufrieden sein wird, da die Scheine jetzt hier nur 82. stehen. Villeicht hat er etwas im Sinn wo er die Scheine verwechseln müste, und dann würde er Schaden haben. Doch nach den letzten Nachrichten will Weber nicht über Paris gehen, und denkt schon den 27 Juni wieder hier zu sein. Ist es Ihnen dann noch genehm das Geld aus zu tauschen wenn es ihm so nicht recht sein sollte? außerdem müste ich Sie bitten, um sicher zu gehen, mir eine Anweisung auf baares Geld zu schiken Das Privielegium von Darmstadt lege ich hier bey. Das Ansuchen darum ist ganz nach Ihren Wünschen geschehen auch habe ich Herrn G. Weber ein Exemplar von dem Spontinischen Privilegium geschikt, sollte es trotz den nicht so sein wie Sie es wollten so ist das würklich unsere Schult nicht. Ich darf mir schmeichlen das Weber hier gewiß so geachtet wird – wie er es nur wünschen kann, aber den Gang des Rechts vermag er nicht zu lenken – das kann Niemant.

Uebrigens können Sie ja nun selbst mit Weber sprechen wenn Sie uns das Vergnügen eines Besuchs zugedacht haben wie Ihr Brief andeutet. bis dahin entfielt sich Ihnen Ihre Lina v: Weber

Apparat

Zusammenfassung

Incipit

Ihr werthes Schreiben vom 3ten habe ich den 10, mit den 1700 Preusischen

Generalvermerk

Verantwortlichkeiten

Übertragung
Eveline Bartlitz, Joachim Veit

Überlieferung

Textzeuge

Stockholm (S), Stiftelsen Musikkulturens främjande (S-Smf), Nydahl Collection
Signatur: Nr. 6271

Quellenbeschreibung

  • 1 Bl.? (2 b. S. o. Adr.)
  • am oberen Rand der Versoseite Verlagsvermerk: Dresden 12 Juny 1826
    C. vWeber
    beantw. d. 15. Juny 1826.

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